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		<title>Ich bin umgezogen!</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 14:47:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>melasworld</dc:creator>
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		<category><![CDATA[FanFiction]]></category>
		<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[Short Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Was ich lese]]></category>
		<category><![CDATA[Wer bin ich?]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab sofort findet Ihr mich unter folgender Adresse: http://www.theripper.de<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=116&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab sofort findet Ihr mich unter folgender Adresse: <a href="http://www.theripper.de" target="_blank">http://www.theripper.de</a>.</p>
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		<title>Ein Tag in Sunnydale</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 13:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>melasworld</dc:creator>
				<category><![CDATA[FanFiction]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich liebe die Serie “Buffy – The Vampire Slayer”, und die Charaktere eignen sich perfekt für FanFic. Diese Geschichte habe ich meinem Mann vor Jahren zu Weihnachten geschenkt, er ist ebenfalls großer Fan der Serie. Die Rechte an den Charakteren gehören selbstverständlich Joss Whedon und diversen Fernsehsendern, ich habe sie mir nur ausgeliehen und selbstverständlich <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=92&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich liebe die Serie “Buffy – The Vampire Slayer”, und die Charaktere eignen sich perfekt für FanFic.<br />
Diese Geschichte habe ich meinem Mann vor Jahren zu Weihnachten geschenkt, er ist ebenfalls großer Fan der Serie.<br />
Die Rechte an den Charakteren gehören selbstverständlich Joss Whedon und diversen Fernsehsendern, ich habe sie mir nur ausgeliehen und selbstverständlich pfleglich behandelt.</em></p>
<p><em>***<br />
</em></p>
<p>6:30, der Wecker klingelte. Völlig schlaftrunken, aus dem schönsten Traum gerissen, tastete er nach dem Monstrum, um es auszuschalten. Eigentlich wollte er sich noch einmal umdrehen und weitere zehn Minuten liegen bleiben, als er plötzlich stutzte. Irgendetwas war anders.</p>
<p><span id="more-92"></span></p>
<p>Nur einen kurzen Moment hatte er die Augen geöffnet, um auf den Wecker zu hauen, aber in dieser Zeit hatte ihm sein Unterbewusstsein vermittelt, dass etwas an seiner Umgebung nicht stimmte.<br />
Zum einen war es viel zu hell.</p>
<p>Es war der 4. Dezember, in den letzten Tagen war es richtig kalt geworden, die morgendlichen Stunden waren dunkel und ungemütlich. Doch jetzt schien ihm die Sonne ins Gesicht.</p>
<p>Hatte er verschlafen? Hastig richtete er sich auf und öffnete die Augen. Endlich nahm er seine Umgebung bewusst wahr.</p>
<p>Das Zimmer hatte sich verändert. Nein, es war nicht einmal mehr sein Schlafzimmer.</p>
<p>Mit weit aufgerissenen Augen starrte er auf die hellen Holzmöbel und duftigen Gardinen. Auf einem kleinen Tisch stand eine Vase mit frischen Blumen, an der Wand hingen Bilder mit Landschaftsaufnahmen. Er selbst lag in einem Messingbett mit goldenen Knäufen an allen vier Enden und bunt gestreifter Bettwäsche.</p>
<p>Das musste doch ein Traum sein. Verzweifelt versuchte er aufzuwachen, aber das Zimmer veränderte sich nicht.</p>
<p>Wo war er? Was war passiert?</p>
<p>Langsam und vorsichtig wälzte er sich aus dem Bett und ging zum Fenster. Ein Blick nach draußen zeigte ihm, dass er nicht mehr in seinem Haus war. Er sah vom ersten Stock aus auf einen Vorgarten mit einem weißen Gartenzaun. Das schien nicht einmal seine Stadt zu sein.</p>
<p>Entsetzt drehte er sich um und stolperte zu einer Kommode über der ein Spiegel hing. Er sah ein weißes, erschrecktes Gesicht mit ungläubig aufgerissenen Augen. Aber es war sein Gesicht.</p>
<p>Nach und nach öffnete er alle Schränke. Dort hingen säuberlich auf Bügel gehängt seine Hosen und Hemden, in den Fächern lagen seine Shirts, seine Wäsche und die Socken. Es waren eindeutig seine Sachen, er erkannte sie genau. Es war auch sein Buch, das auf dem Nachttisch neben dem Bett lag, erst gestern noch hatte er darin gelesen. Und die Kassetten in der Kommode waren mit seiner Musik bespielt.</p>
<p>Auf was für einem Trip war er?</p>
<p>Plötzlich hörte er Schritte, die anscheinend eine Treppe hinaufkamen. Eine ihm unbekannte Frauenstimme rief seinen Namen. “Martin? Bist du schon wach?“</p>
<p>Was sollte er nur machen? Es gab keinen Fluchtweg. Wohin hätte er auch flüchten sollen. Er wusste ja nicht einmal, wo er sich befand und wie er an diesen Ort gekommen war.</p>
<p>Träumte er noch? Ja, es musste ein Traum sein. Es war unmöglich, dass er sich plötzlich an einem unbekannten Ort befand, den er niemals zuvor gesehen hatte.</p>
<p>All diese Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Dann klopfte es an der Tür. “Martin, du musst aufstehen. Du kommst sonst zu spät zur Schule”</p>
<p>Schule? Er war über 30 Jahre alt und hatte vor langer Zeit die Schule beendet. Der Traum wurde immer bizarrer, aber der Gedanke, dass er nur träumte beruhigte ihn auch. Und irgendwie war er neugierig, wie es weitergehen würde.</p>
<p>Es klopfte wieder, und ihm wurde klar, dass er in irgendeiner Form reagieren musste, denn die Frau vor der Tür würde nicht weggehen. Anscheinend verlangte dieser Traum Reaktionen von ihm.</p>
<p>Also öffnete er den Mund und versuchte zurückzurufen, doch beim ersten Versuch kam nur ein Krächzen heraus.</p>
<p>“Ist alles in Ordnung?”</p>
<p>“Ja, ich komme gleich.” Beim zweiten Versuch schaffte er es, seiner Stimme einen normalen Klang zu geben.</p>
<p>“Ok, wir sind unten beim Frühstück.”</p>
<p>Das war ein weiteres Indiz, das für einen Traum sprach, denn augenscheinlich war seine Anwesenheit wirklich bekannt in diesem Haus. Auch seine Stimme hatte nicht für Verwunderung gesorgt, und die Frau kannte seinen Namen.</p>
<p>Solcherlei konnte nur in einem Traum passieren.</p>
<p>Er zog sich an, Jeans, Karohemd und Stiefel.</p>
<p>Wo war nur das Bad? Er sehnte sich nach einer Dusche.</p>
<p>Behutsam öffnete er die Tür von “seinem” Zimmer und steckte den Kopf hinaus. Kein Mensch war zu sehen. Er stand jetzt in einem Flur, von dem mehrere Türen abgingen. An einer war auch das bekannte WC-Zeichen.</p>
<p>Erleichtert betrat er das Bad und schloss hinter sich ab. In einer Ecke auf einem kleinen Schränkchen entdeckte er zu seiner großen Freude sein Duschzeug, Deo, Rasierer und ein frisches Handtuch.</p>
<p>Auch im Traum wollte er sauber und gepflegt sein.</p>
<p>Als er gerade unter der Dusche stand, hämmerte es draußen an die Tür, und ein Mädchen rief, dass er sich gefälligst beeilen solle, weil andere auch noch ins Bad wollten.</p>
<p>Verdutzt stellte er das Wasser ab. Die Stimme kam ihm bekannt vor, er konnte sie nur nicht einordnen.</p>
<p>“Ich bin ja schon fast fertig”, schrie er.</p>
<p>Woher kannte er nur diese Stimme? Sie gehörte keinem Mädchen aus seinem Bekanntenkreis, da war er sicher. Genauso sicher war er aber auch, dass er sie in letzter Zeit oft gehört hatte.</p>
<p>Schnell trocknete er sich ab und zog sich wieder an.</p>
<p>Mittlerweile musste er feststellen, dass er den realsten Traum seines Lebens erlebte, aber sein Hirn weigerte sich zu akzeptieren oder auch nur in Betracht zu ziehen, dass es unter Umständen gar keiner war.</p>
<p>Als er die Tür öffnete und die Besitzerin der ihm so bekannten Stimme sah, traf ihn fast der Schlag.</p>
<p>Und plötzlich erkannte er auch die Stimme der Frau, die vorhin an seine Tür geklopft hatte.</p>
<p>Vor ihm stand Buffy. Und die andere Frau war Joyce.</p>
<p>Warum träumte er von der Vampirjägerin aus einer Fernsehserie, die er zwar recht gerne sah, die aber dennoch keinen allzu großen Stellenwert in seinem Leben hatte?</p>
<p>Träumte er wirklich?</p>
<p>Ihm wurde schwindlig, und er musste sich mit der Hand am Türpfosten festhalten.</p>
<p>Er wusste nicht, was er tun sollte. Es gab zu viele Einzelheiten für einen Traum. Er spürte die Maserung des Holzes, auf dem seine Hand lag, er roch den Duft von frisch gebrühtem Kaffee, der durch das Haus zog. Der Stoff seiner Jeans fühlte sich rau unter seinen Fingerspitzen an, und sein sehr kurzes Haar war noch feucht vom Duschen.</p>
<p>Aber wenn es kein Traum war, dann befand er sich in einer Fernsehserie.</p>
<p>Diese Lösung erschien ihm auch nicht sonderlich realistisch.</p>
<p>Es war unmöglich, dass man plötzlich in einer Serie aufwacht. Völlig unmöglich.</p>
<p>Seine Gedanken rasten.</p>
<p>Buffy schaute ihn besorgt an.</p>
<p>“Ist alles in Ordnung mit dir?” fragte sie und legte ihre Hand auf seine Schulter.</p>
<p>“Mir geht es gut”, murmelte er. Schließlich konnte er schlecht sagen, dass er befürchtete wahnsinnig zu sein oder einen ganz schlechten Trip erwischt zu haben, weil er vermutete, dass er sich in einer Fernsehserie befand.</p>
<p>Immer mehr verdichtete sich sein Verdacht, dass es kein Traum sein konnte, Träume waren nicht so.</p>
<p>Buffy schaute ihn an. Und er konnte sehen, dass es Buffy war, eine Person, die nicht real war, die es nur in einer Fernsehserie gab. Sie wirkte nicht wie ein Protagonist in einem Traum sondern wie ein realer Mensch, ein Mensch, der sich Sorgen um ihn machte, weil er immer noch mit bleichem Gesicht an die Wand gelehnt dastand.</p>
<p>Das war viel zu real für einen Traum.</p>
<p>Panik überflutete ihn, und er fing an, sich ins Gesicht zu schlagen.</p>
<p>“Ich will aufwachen, das kann doch alles gar nicht sein”, schrie er.</p>
<p>Mit Gewalt musste Buffy seine Hände festhalten, sonst hätte er sich vielleicht noch ernsthaft verletzt.</p>
<p>“Ich bin wach, ich bin wirklich wach”!</p>
<p>“Natürlich bist du wach, aber anscheinend nicht gut drauf. Oder beginnt man bei dir zu Hause so einen Tag?” Buffys flapsige Stimme brachte ihn kurz zur Besinnung.</p>
<p>“Bist du krank? Sollen wir einen Arzt rufen?”</p>
<p>“Genau, ich brauche einen Irrenarzt, denn ich denke, dass ich in einer Fernsehserie bin!”</p>
<p>Jetzt war es raus. Buffy starrte ihn ungläubig an.</p>
<p>“Was hast du gesagt?”</p>
<p>Sie dirigierte ihn die Treppe hinunter in die Küche und zwang ihn, sich zu setzen, dann drückte sie ihm eine Tasse Kaffee in die Hand. Als Joyce den Kopf durch die Tür steckte, bat Buffy sie, sie für ein paar Minuten alleine zu lassen.</p>
<p>“Und nun erzähl.”</p>
<p>Und er erzählte.</p>
<p>Buffy hörte ihm aufmerksam zu</p>
<p>“Moment, du willst mir sagen, dass du bis eben gar nicht hier warst? Du bist schon seit einer Woche da. Vor einer Woche haben wir dich am Busbahnhof abgeholt. Seit Monaten reden wir von deinem Besuch, es war lange geplant, dass du über Weihnachten zu uns kommst, weil deine Eltern ihre zweiten Flitterwochen erleben wollen. Und sie wollten nicht, dass du über die Feiertage alleine bist, also haben sie meine Mom gefragt.</p>
<p>Und was meinst du damit, dass wir in einer Fernsehserie sind?”</p>
<p>“Ich verstehe überhaupt nichts. Gestern war ich noch zu Hause, jetzt bin ich hier. Ich kenne euch nicht, ich meine, ich kenne euch schon, weil ihr im Fernsehen seid, aber ihr kennt mich nicht. Und meine Eltern sind bestimmt nicht in den Flitterwochen. Außerdem, warum sollten sie sich Sorgen machen? Wir feiern schon seit Jahren nicht mehr gemeinsam Weihnachten.”</p>
<p>“Was meinst du mit der Fernsehserie?” fragte Buffy noch mal ungeduldig.</p>
<p>“Bei uns gibt es eine Fernsehserie, die Buffy – The Vampire Slayer heißt. Und du bist eben diese Buffy. Du jagst Vampire und Dämonen. Und helfen tun dir dabei Willow und Xander, manchmal auch Cordelia. Jetzt aber eher nicht mehr. Oz gibt es auch noch. Aber ihr seid Schauspieler, die diese Rollen spielen. Die Monster sind nicht echt.</p>
<p>Ihr habt viele Fans, die jede Woche vor dem Fernseher sitzen, um eure Abenteuer weiterzuverfolgen. “</p>
<p>Buffy schaute ihn mit großen Augen an.</p>
<div>
<div>
<p>“Ja, das ist mein Leben. Aber unsere Vampire sind real, und ich bin auch real. Wie kann das sein, dass du mich anders kennst?” Sie brach verwirrt ab.<br />
“Irgend etwas stimmt hier nicht, da hast du Recht. Und es hat etwas mit dir zu tun. Aber ich glaube dir. Mag sein, dass mit dir was passiert ist, dass das Leben, an das du dich erinnerst nicht real ist, dass ein Fluch oder Zauber auf dir liegt. Was immer es auch ist, ich werde es herausfinden.<br />
Wir gehen jetzt in die Schule und erzählen Giles alles. Er wird wissen, was zu tun ist.”</p>
<p>Sie schaute Olli an.</p>
<p>“Ich kann mir vorstellen, dass du jetzt ziemlich durcheinander bist. Und ich bin wirklich gespannt auf dein bisheriges Leben und was du noch so alles von mir weißt. Irgend etwas ist faul, denn ich habe dir nie von meiner Identität als Vampirjägerin erzählt.”</p>
<p>Joyce kam wieder in die Küche.<br />
“Kinder, ihr müsst los, sonst kommt ihr zu spät. Ich fahre euch schnell.”</p>
<p>Buffy nahm Martin rasch zur Seite.<br />
“Erzähle bloß nicht davon in ihrer Gegenwart. Sie würde es nicht verstehen und sich unnötig Sorgen machen.”</p>
<p>Auf dem Weg zur Schule machten sich seine Gedanken wieder selbständig.<br />
Warum nur musste ihm immer so etwas passieren? Die vielen Umzüge in den letzten Jahren hatten ihm schon das Gefühl eingebracht, bei einem Wanderzirkus angestellt zu sein, dann der Umzug im letzten Jahr in das Haus, der auf jeden Fall richtig war, aber auch finanzielle Probleme und Stress mit sich gebracht hatte, der Ärger auf der Arbeit, und jetzt verschlug es ihn auch noch in eine Fernsehserie.<br />
Noch immer konnte er nicht aufhören, sich Gedanken darüber zu machen, wie er in diese Situation geraten konnte. Einerseits wusste er, dass ihm diese Grübelei nichts brachte, aber andererseits konnte er es auch nicht abstellen.</p>
<p>Erst Joyces Stimme riss ihn aus seinen Gedanken.</p>
<p>“Was war denn vorhin los in der Küche? Habt ihr Geheimnisse? Buffy, ist da etwas, was ich wissen sollte? Ich hoffe doch sehr, es hat nicht wieder was mit diesen… du weißt schon zu tun.”</p>
<p>“Nein Mom, es ist nichts. Wir haben über ein uhm… Schulprojekt gesprochen.”</p>
<p>Buffys Stimme klang leicht genervt, aber auch resigniert. Ihre Mutter würde nie verstehen, was es bedeutete, eine Vampirjägerin zu sein.</p>
<p>Joyce schien sich mit der Antwort zufrieden zu geben, vielleicht auch, weil sie vor der Schule angelangt waren. Es klingelte gerade, war also höchste Zeit, zum Unterricht zu gehen. Nur wenige Schüler eilten noch in das große Gebäude.</p>
<p>Mit gemischten Gefühlen stieg Martin aus dem Auto und folgte Buffy zum Klassenzimmer.<br />
Ihm war klar, dass ihn wahrscheinlich alle kennen würden. Alleine durch seine Optik sorgte er schon für Aufmerksamkeit, und anscheinend war er ja schon eine Woche da, auch wenn er sich nicht daran erinnern konnte.<br />
Und so wurde er auch im Klassenraum von mehreren ihm völlig unbekannten Menschen begrüßt, die ihn anscheinend bestens kannten, aber er wusste nicht einmal ihre Namen.<br />
Zum Glück flüsterte ihm Buffy die wichtigsten Informationen zu.<br />
Ohne sie hätte er kaum gewusst, welches sein Platz war.</p>
<div>
<div>
<p>Es war ein seltsames Gefühl, wieder in einer Schule am regulären Unterricht teilzunehmen. Immerhin war schon lange her, dass er den Ausführungen eines Lehrers zugehört hatte.<br />
Und schon nach einer Stunde merkte er, dass er es absolut nicht vermisst hatte, denn er wurde immer müder.<br />
Er verspürte das Bedürfnis nach einem Kaffee oder einer Zigarettenpause, schon aufstehen und herumlaufen würde helfen.<br />
Wie hatte er nur 13 Jahre Schule und eine Ausbildung überlebt, wenn man da zu ständigem Stillsitzen verdonnert war?</p>
<p>Doch auch diese Tortur ging vorbei, und schon beim ersten Klingeln sprang er auf und stürmte aus dem Raum.</p>
<p>Im Gang bei den Schließfächern tummelten sich Hunderte von bunt gekleideten Schülern, die Mädchen in kurzen Röcken oder engen Hosen mit knappen Oberteilen, die Jungen in modischen Hosen und Shirts mit bekannten Labeln.<br />
Alle waren sie dem aktuellsten Trend entsprechend angezogen, alle sahen sie gleich aus. Überall nur hübsche, nichts sagende Gesichter unter sorgfältig frisierten Haaren.<br />
Wie ein bunter Hund fiel er auf mit seinen schweren Stiefeln und der Jeans. Aber eigentlich gefiel ihm das.<br />
Beifällig strich er mit der Hand über seine pink gefärbte Strubbelfrisur und starrte die Schüler, die ihn abfällig musterten, ungeniert an, bis sie verlegen zur Seite blickten.</p>
<p>Andere hätten sich vielleicht unwohl gefühlt zwischen all den schönen Menschen, aber er nicht.<br />
Er war sich bewusst, dass er nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprach, aber er wollte auch nicht magersüchtig und geschniegelt sein, er gefiel sich so wie er war viel besser. Vielleicht einen Tick zu korpulent, aber immerhin eine individuelle Persönlichkeit und nicht in eine Schablone gepresst.</p>
<p>Buffy war ihm gefolgt. Sie zeigte ihm die Toiletten und den Standort der wichtigsten Räume, außerdem sagte sie ihm die Namen der Schüler, die sie beide grüßten und erklärte ihm, woher er die Leute kannte.</p>
<p>Die Schule sah genauso aus, wie er sie aus dem Fernsehen kannte, auch viele der vorbei eilenden Schüler kamen ihm bekannt vor, anscheinend waren sie als Statisten schon häufiger in der Serie aufgetaucht.</p>
<p>Mittlerweile war er etwas ruhiger geworden. An der aktuellen Situation ließ sich spontan nichts ändern, also versuchte er, das Beste daraus zu machen.<br />
Über Modepüppchen konnte er sich schon immer amüsieren, also tat er das auch jetzt.<br />
Und wenn das hier eine Fernsehserie war, dann galten auch die Regeln einer solchen.<br />
Eine dieser Regeln besagte, dass dem unschuldigen Opfer immer geholfen wurde. Und Freunden von Buffy passierte auch nicht.</p>
<p>Ok, Jenny war von Angelus umgebracht worden, aber sie war auch nicht mehr unschuldig nach ihrem Verrat.</p>
<p>Aber Giles hatte in allen bisher gelaufenen Folgen eine Lösung parat, und Willow hatte sogar Angel seine Seele zurückgegeben, also würden sie auch ihm helfen können.<br />
Wobei sie natürlich im Moment genug eigene Probleme hatte, wenn er an Xander und Oz dachte.<br />
Aber Willow half immer, das war ein netter Teil ihrer Persönlichkeit.<br />
Als er an Oz dachte rumorte es kurz in seinem Hinterkopf, so als hätte er etwas wichtiges vergessen. Und war da nicht auch noch etwas mit Willow?<br />
Bevor er sich aber intensiver mit diesem Gedanken beschäftigen konnte, hörte er plötzlich seinen Namen.</p>
<p>„Hey Martin“, rief jemand hinter ihm.<br />
„Hey, warte doch mal“</p>
<p>Er drehte sich um und blickte in ein ihm völlig unbekanntes Gesicht.<br />
Auch Buffy konnte ihm nicht helfen, wie ihm ihre ratlose Mine zeigte.</p>
<p>„Hi“, sagte er vorsichtig und wartete ab.</p>
<p>„Mann, was’n los mit dir? Ich schrei hier rum, und du reagierst nicht mal.“</p>
<p>Übergangslos wechselte er das Thema.</p>
<p>„Hast du an die CD gedacht?“</p>
<p>„Die CD, ja…“<br />
Was sollte er nur antworten?<br />
Wer zur Hölle war der Typ überhaupt?</p>
<p>Zum Glück kam ihm Buffy zu Hilfe.</p>
<p>„Verdammt Martin, wir sind spät dran. Nun steh hier nicht rum und quatsche, das kannst du doch später noch machen.“</p>
<p>Sie zerrte an seinem Ärmel.</p>
<p>„Sorry Mann“, sagte er und verdrehte genervt die Augen, während er Buffy am liebsten abgeknutscht hätte.<br />
Gespielt widerwillig ließ er sich von ihr wegzerren.</p>
<p>„Einer schönen Frau sollte man nie widersprechen.“</p>
<p>„Puh, das war knapp“, seufzte er erleichtert nachdem er Buffy in die Bibliothek gefolgt war.</p>
<p>„Aber was tun, wenn ich ihm wieder begegne? Der Typ hält mich doch für völlig bekloppt.“</p>
<p>„Mach dir keine Sorgen, das finden wir schon noch heraus. Und jetzt suchen wir Giles und Willow.“</p>
<p>Plötzlich wurde ihm bewusst, wo er sich gerade befand.<br />
Die Bibliothek.<br />
Er kam sich vor wie ein Tourist, der einen real existierenden Ort besuchte, der als Filmkulisse genutzt wurde.<br />
Nur dass bei ihm auch die Schauspieler echt waren.<br />
An Buffy hatte er sich schon fast gewöhnt, aber jetzt wurde es ihm doch wieder zu viel.</p>
<p>Er war zum ersten Mal in seinem Leben hier, und doch war ihm alles vertraut.<br />
Die Regale, die langen Reihen verstaubter Bücher.<br />
Dort war der Meister aufgetaucht, und da war die Treppe, auf der Xander verzweifelt versucht hatte Buffy davon abzuhalten, ihren Trenchcoat zu öffnen, hinter ihm war die Schwingtür mit den zwei runden Scheiben, und hinter der nächsten Ecke würde bestimmt gleich…<br />
Ja, da erschien er tatsächlich.</p>
<p>Rupert Giles.</p>
<p>Der Wächter.</p>
<p>Einer seiner Lieblingscharaktere aus der Serie.</p>
<p>Und hinter ihm.</p>
<p>Seine Traumfrau.</p>
<p>Willow.</p>
<p>Unvermittelt schlug sein Herz schneller, und seine Hände wurden feucht.<br />
Er wusste so viel von ihr, und sie…<br />
Mochte sie ihn?<br />
Wie hatte er sich in der letzten Woche ihr gegenüber verhalten, der Woche, an die er sich nicht erinnern konnte?<br />
Hatte er sich zum Narren gemacht, hielt sie ihn für einen Idioten?<br />
Er riss sich zusammen.<br />
Wenn er sie weiter so anstarrte, dann würde sie es bestimmt bald tun.</p>
<div>
<div>
<p>Giles ging direkt auf Buffy zu und nickte Martin freundlich zu.</p>
<p>„Buffy…, gut, dass du hier bist. Uhm…, ich würde gerne etwas mit dir besprechen. Wegen der Bücher, uhm…, du…“</p>
<p>„Ist schon gut“, unterbrach Buffy ihn.<br />
„Martin weiß bescheid. Wir können ganz offen reden.“</p>
<p>„War das …uhm… schlau?“</p>
<p>Er nahm seine Brille ab und putzte sie.</p>
<p>„Es sollte nicht jeder über dich bescheid wissen.“</p>
<p>Er setzte die Brille wieder auf und schaute Martin etwas misstrauisch an.<br />
Der junge Mann wohnte schon seit einer Woche bei seiner Jägerin, aber er konnte ihn nicht einordnen.<br />
Etwas war seltsam an ihm.</p>
<p>„Ich habe ihm nichts gesagt, er hat alles alleine herausgefunden. Sozusagen. Aber er hat ein Problem.”</p>
<p>Willow war näher gekommen und hörte interessiert zu.</p>
<p>„Was meinst du damit?“</p>
<p>Sie mochte Martin, vielleicht lag das daran, weil er sie mochte. So wie sie war.<br />
Ihr Selbstbewusstsein war zwar gestiegen in den letzten zwei Jahren, aber tief in ihr drin steckte immer noch das verschüchterte Mädchen, das sich von Cordelia von einer Bank vertreiben ließ.<br />
Dennoch spürte sie instinktiv, dass er sie auch damals gemocht und akzeptiert hätte.<br />
Seine Optik signalisierte zwar deutlich, dass ihm egal war was andere von ihm dachten, aber sein Verhalten zeigte ihr, dass ihm die Menschen in seiner Umgebung nicht gleichgültig waren.</p>
<p>Manchmal erinnerte er sie ein wenig an Xander.<br />
Zumindest an den Xander, mit dem sie nur befreundet war.<br />
Eigentlich sollte sie jetzt nicht daran denken, dennoch…<br />
Martin war lieb und gutmütig, wenn er nicht weiter wusste kam zumindest ein blöder Spruch. Seine Freunde ließ er bestimmt nie im Stich, und er machte den Eindruck, als könnte er fest zuhauen.<br />
Wenn er musste.<br />
Eigentlich wäre er ein guter Scooby, und es war schade, dass er nach Weihnachten wieder nach Hause fuhr.</p>
<p>Aufmunternd lächelte sie ihn an.</p>
<p>Er wirkte irgendwie verstört.<br />
Lag es daran, dass er das mit Buffy herausgefunden hatte?<br />
Wie hatte das überhaupt passieren können?<br />
Sie hatten sorgfältig darauf geachtet, ihn aus allem herauszuhalten, denn sein kurzer Aufenthalt in Sunnydale sollte nicht von der Jagd auf Vampire überschattet werden.<br />
Außerdem würde Mrs. Summers sie umbringen, wenn dem einzigen Sohn ihrer ältesten Freundin etwas zustoßen würde.<br />
War er vielleicht einem Vampir begegnet?<br />
Hatte Buffy ihm geholfen, und wurde er dann neugierig?</p>
<p>„Was ist passiert Buff?“ wiederholte sie ihre Frage.</p>
<p>„Das sollte Martin wohl besser selbst erzählen. So ganz habe ich es selbst noch nicht kapiert.“</p>
<p>Martin schaute sich etwas hilflos um.</p>
<p>„Ich muss mich erst einmal setzen“, sagte er, ging zu den Tischen und ließ sich auf einen Stuhl fallen.<br />
Er schaute sich intensiv um, kniff sich in den Arm, schlug die Hacken zusammen, aber die Umgebung veränderte sich nicht.<br />
Dafür starrten ihn jetzt zwei Gesichter erwartungsvoll an, eins davon sogar ungeduldig.<br />
Buffy zwinkerte ihm zu.</p>
<p>„Sie werden dir schon glauben.“</p>
<p>Sie nahm sich auch einen Stuhl.</p>
<p>Er wusste nicht so recht wie er beginnen sollte, es klang doch zu unglaubhaft, was er zu erzählen hatte.<br />
Andererseits waren das Buffy, Willow und Giles vor ihm, und sie hatten schon ganz anderes erlebt.</p>
<p>„Nun“, er räusperte sich.</p>
<p>„Ich bin eindeutig falsch hier.“</p>
<p>Umständlich kramte er ein Taschentuch aus der Hosentasche und schnaubte sich die Nase.</p>
<p>„Wie falsch?“ fragte Willow.</p>
<p>„Bitte unterbrecht mich nicht, sonst wird es noch schwerer für mich.“</p>
<p>Er vermied es, einem von ihnen in die Augen zu sehen und begann seinen Bericht.</p>
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<p>„Ich bin gestern ganz woanders ins Bett gegangen als ich heute aufgewacht bin. Ich weiß, dass das seltsam klingt, weil ich für euch schon eine Woche da bin, aber gestern war ich noch zu Hause. Aber das ist nicht das merkwürdige…, wie soll ich es sagen…, ihr seid eine Fernsehserie.“</p>
<p>Er stockte kurz und wartete auf die ungläubigen Ausrufe, aber er wurde nur weiterhin erwartungsvoll angeschaut.<br />
Willow hatte sich in der Zwischenzeit auch hingesetzt, und Giles lehnte an einem Bücherregal.<br />
Seine Brille war mal wieder in der Hand und nicht auf der Nase.<br />
Da bisher kein Protest gekommen war, fuhr er mutig fort.</p>
<p>„Ich kenne euch alle, denn da wo ich herkomme gibt eine Fernsehserie. Sie heißt ‚Buffy The Vampire Slayer’ und ist ziemlich beliebt. Ihr seid die Leute aus der Serie, daher weiß ich auch, dass Buffy eine Jägerin ist, denn ich habe alles auf der Mattscheibe gesehen. Das ist auch der Beweis, dass ich nicht spinne, ich weiß viel mehr als ich wissen könnte, wenn ich nur ganz normal zu Besuch wäre. Und noch was, ich bin schon über 30 und gehe schon lange nicht mehr zur Schule.“</p>
<p>Seltsamerweise löste seine letzte Bemerkung mehr Protest aus als der Rest.</p>
<p>„Wie kannst du schon über 30 sein, das hätten wir doch gemerkt?“ fragte Willow empört.</p>
<p>„Fernsehserienlogik“, antwortete Martin nur trocken.<br />
„Die Schauspieler, die euch spielen sind auch älter als ihr. Ihr seid alle über 20, Cordelia bzw. Charisma Carpenter, wie die Schauspielerin heißt, ist sogar schon um die 30.“</p>
<p>„Was für ein bekloppter Name“, warf Buffy amüsiert dazwischen.<br />
„Aber passt irgendwie zu unserer Cordy.“</p>
<p>„Ich bin schon Mitte 20? A-aber ich sehe nicht so aus wie Mitte 20 und Buffy auch nicht. Und Xander, ist der auch schon so alt, und Oz und alle anderen an der Schule.“</p>
<p>„Es steht im Drehbuch, dass ihr 18 oder 17 seid, und deswegen seht ihr euch auch in dem Alter. Das was im Drehbuch steht ist euer Leben, eure Realität.“</p>
<p>„Du meinst also, dass wir Protagonisten einer Serie sind, in die du jetzt zufällig hineingeraten bist? Uhm…, habe ich das richtig verstanden?“</p>
<p>Giles ruhige Stimme unterbrach das Wirrwarr der Stimmen.</p>
<p>„Ja, so ist es. Ich weiß ja selber wie verrückt sich das anhören muss.“</p>
<p>„Das tut es in der Tat, aber… uhm…, du sagtest du hättest Beweise?“</p>
<p>Giles hätte sich zwar nicht vorstellen können, warum sich jemand eine derart absurde Geschichte ausdenken sollte, aber er war doch neugierig auf das, was der Junge, der Mann zu erzählen hatte.<br />
Vielleicht gab es ja eine ganz einfache Lösung der Geschichte, Amnesie, ein besonders realistischer Traum, ein Schock…<br />
Doch wenn er tatsächlich Details aus ihrem Leben kannte, die ihm nicht bekannt sein durften, dann standen sie vor einem ernsthaften Problem.</p>
<p>Martin überlegte was er als Beweis anführen konnte.<br />
So genau kannte er die Serie nun auch wieder nicht, und er hatte Probleme, sich Details zu merken.<br />
Aber dann fiel ihm doch noch etwas ein.</p>
<p>„Ich war dabei als das mit Willow und Xander begann. Willow hatte Kleider anprobiert und sie Xander vorgeführt. Ganz zum Schluss zog sie das schwarze an, sie haben getanzt, und dann…“</p>
<p>Er brach ab, als er Willows betretenen Gesichtsausdruck bemerkte.</p>
<p>„Tut mir leid, das war wohl kein gutes Beispiel. Ich kann mich immer noch nicht daran gewöhnen, dass ihr real seid.“</p>
<p>„Ist schon in Ordnung Martin.“</p>
<p>Außer Xander konnte ihm niemand davon erzählt haben.<br />
Bisher hatte sie noch gehofft, dass Martin sich irrte, der Gedanke, Teil einer Fernsehserie zu sein war doch zu unheimlich.<br />
Schauten gerade jetzt überall in seiner Welt Leute auf ihren Bildschirm und hörten ihrem Gespräch zu?<br />
Das behagte ihr ganz und gar nicht.</p>
<p>„Ich habe auch gesehen wie Buffy beim Meister in der Höhle war und wie sie mit Angel gekämpft hat…, aber das ist wohl auch kein gutes Beispiel.“</p>
<p>Wie sollte er ihnen nur begreiflich machen, dass er die Wahrheit sprach.<br />
Plötzlich fiel ihm etwas ein womit er Giles bestimmt überzeugen konnte.</p>
<p>„Als Ethan diese Schokolade in Sunnydale in Umlauf brachte, damit der Bürgermeister den Tribut an den Dämon zahlen konnte, da waren sie doch mit Mrs. Summers unterwegs und haben den Polizisten…“, er sah Giles an.<br />
Zum Glück hatte er daran heute Morgen nicht gedacht als er Buffys Mutter gesehen hatte.</p>
<p>„Schon gut“, unterbrach Giles ihn hastig.</p>
<p>„Wir glauben dir.“</p>
<p>Von dieser peinlichen Episode mussten Buffy und Willow nun wirklich nichts hören.<br />
Buffy wusste nichts davon, dass er und ihre Mutter…<br />
Und hoffentlich würde sie es nie erfahren.</p>
<p>„Die Geschichte ist wahrhaftig merkwürdig, aber uhm…, wir werden schon eine Lösung finden.</p>
<p>„Noch etwas ist seltsam“, fiel Martin spontan ein.</p>
<p>„Die Sprache… Ich bin nämlich kein Amerikaner, ich bin aus Deutschland. Ich verstehe englisch zwar gut, aber ihr redet nicht so als müsste ich noch übersetzen. Ich höre euch sozusagen synchronisiert. Aber so synchronisiert, dass ich wirklich das höre was ihr sagt und nicht das, was sich ein Übersetzer ausgedacht hat. Und ihr versteht mich ja auch, also rede ich für euch englisch, aber das tue ich eigentlich nicht. Versteht irgend jemand was ich sagen will?“</p>
<p>„Nein, tue ich nicht, aber das ist normal“, ertönte von hinten eine bekannte Stimme.</p>
<p>„Hallo Xander“, begrüßte Willow den Neuankömmling verlegen, und Buffy grinste ihn nur an.</p>
<p>„Was ist denn los, und warum sprechen wir synchronisiert?“</p>
<p>Xander nahm sich ebenfalls einen Stuhl und setzte sich möglichst weit von Willow entfernt hin.</p>
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<p>„Draußen hat mich übrigens Mick angequatscht und gefragt, ob alles klar bei dir ist? Du warst vorhin so seltsam.“</p>
<p>„Wer ist Mick?“ fragte Martin.</p>
<p>„Oookayyy“, sagte er gedehnt.<br />
„Du bist merkwürdig… Mick ist der Typ, mit dem du schon die ganze Woche rumhängst. Ihr hört beide so seltsame Musik und unterhaltet euch über Klamotten und so. Du erinnerst dich?“</p>
<p>„Nein, eigentlich nicht. Genau das ist ja das Problem.“</p>
<p>Xander starrte ihn nur verständnislos an.<br />
„Kannst du es vielleicht so erklären, dass es auch ein Idiot wie ich versteht?“</p>
<p>„Lass Martin in Ruhe.“, unterbrach ihn Willow.<br />
„Er hat es gerade nicht so einfach.“</p>
<p>„Eigentlich trifft das auf uns alle zu.“<br />
Giles ruhige Stimme erklang, und alle hörten ihm zu.<br />
„Fassen wir also zusammen.“</p>
<p>Er setzte seine Brille auf und schaute einen nach dem anderen aus der Gang an.<br />
„Du warst gestern noch zu Hause, heute bist du in Sunnydale aufgewacht. Anscheinend kommst du aus einer anderen Welt in der wir die Protagonisten einer Fernsehserie sind. Wer denkt sich nur so etwas aus?“<br />
Er räusperte sich kurz.</p>
<p>„Du kannst dich an dein altes Leben erinnern, und uns kennst du aus dem Fernsehen, trotzdem bist du für uns schon seit einer Woche da, und deine Mutter ist mit Buffys Mutter befreundet. Das mit dem Alter und der Sprache lassen wir mal beiseite, es klingt auch so schon uhm… kompliziert genug.“<br />
Er nahm seine Brille ab und reinigte sie geistesabwesend.</p>
<p>„Du stehst also entweder unter einem Zauber, und das Leben, uhm…, an das du dich erinnerst, existiert gar nicht, oder du kommst aus einer Parallelwelt und hast mit deinem Ich in dieser Welt getauscht. Das würde ziemlich viel erklären. Nur das mit der uhm… Fernsehserie nicht.“<br />
Man merkte ihm an, dass ihm der Gedanke, nur ein Schauspieler zu sein, gar nicht behagte.</p>
<p>„Wie Fernsehserie?“<br />
Xander konnte es nicht lassen und musste sich einmischen.<br />
„Was hat das Fernsehen damit zu tun?“</p>
<p>„Ihr spielt in dieser Fernsehserie mit, also ihr seid die Serie, ihr existiert gar nicht außerhalb der Serie. Da gibt es nur die Schauspieler, die euch in der Serie spielen.“</p>
<p>„Häh?“</p>
<p>Es wurde nicht weniger merkwürdig, je öfter Martin es aussprach, aber er verspürte zumindest nicht mehr das Bedürfnis, sich mit Gewalt aus diesem Traum zu befreien. Denn dass es kein Traum war, war ihm im Laufe des Vormittags endgültig klar geworden.<br />
Er ignorierte Xanders Ausruf und fuhr einfach fort.<br />
„Giles hier heißt in Wirklichkeit Anthony Stewart Head, Tony nennt ihn meine…“<br />
Er stockte.<br />
Was hatte er eben sagen wollen?<br />
Es war so schnell wieder verschwunden, aber es hinterließ ein ähnliches Gefühl wie vorhin der Gedanke an Oz.</p>
<p>„Tony?“<br />
Buffys Gesicht verzog sich zu einem breiten Grinsen.<br />
„Das gefällt mir.“</p>
<p>Giles Gesichtsausdruck machte deutlich, dass er das anders sah.</p>
<p>„Ich denke nicht, dass es eine Rolle spielt, wie wir in deiner Welt heißen“, sagte er und warf Buffy einen missbilligenden Blick zu, den sie wie gewöhnlich nicht beachtete.</p>
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<p>Xander erweckte noch immer nicht den Eindruck, dass er verstand was vor sich ging. Aber Willows Gesicht war anzusehen, dass ihr Gehirn auf Hochtouren arbeitete.<br />
„Es gibt doch bestimmt Bücher zu dem Thema, Giles. Oder soll ich im Internet suchen? Parallelwelten…, vielleicht gibt es einen Dämon.“<br />
Sie war bereits völlig in ihre Welt versunken.</p>
<p>Martin ließ sich auf einen Stuhl fallen, stütze die Ellbogen auf den Tisch und vergrub sein Gesicht in den Händen. Er bemerkte gar nicht, wie sich Buffy neben ihn setzte und ihre Hand auf seinen Arm legte.</p>
<p>„Du weißt doch am besten wie gut Willow ist. Sie findet einen Ausweg.“</p>
<p>„Tara konnte sie nicht helfen.“</p>
<p>Der Satz war schneller aus seinem Mund gekommen als er denken konnte, und verwirrt richtete er sich auf.</p>
<p>„Wer ist Tara?“<br />
Buffy schaute ihn neugierig an.</p>
<p>„Keine Ahnung, aber eben wusste ich es noch.“</p>
<p>Xander setzte sich auf seine andere Seite, aber Martin konnte nicht still sitzen, sprang deshalb auf und begann, im Raum hin und her zu laufen.</p>
<p>„Das gibt es doch nicht. Liege ich im Koma und habe seltsame Träume? Einen Moment ist ein Gedanke da, im nächsten ist er weg. Ich habe keine Erfahrung damit, Leute aus Serien plötzlich leibhaftig vor mir stehen zu haben…, und Tara ist Willows Freundin.“</p>
<p>Den letzten Satz hatte er lauter herausgebracht, und ihm war gar nicht bewusst, wie er angestarrt wurde.<br />
„Sie ist Taras Freundin an der Uni, und Oz ist weg.“</p>
<p>Willow legte das Buch beiseite, in dem sie eben noch geblättert hatte und kam zu ihm.</p>
<p>„Was ist mit Oz?“</p>
<p>Selbst Giles kam neugierig näher.</p>
<p>„Ich erinnere mich daran, wie ihr auf der Uni seid, Oz und Willow sind nicht mehr zusammen, dafür gibt es Tara.“</p>
<p>Er bemerkte den Schmerz in Willows Gesicht nicht, aber Buffy sah ihn und umarmte ihre Freundin tröstend.</p>
<p>„Ist das unsere Zukunft? Was ist mit mir? Bin ich reich und berühmt und fahre ein schnelles Auto?“ fragte Xander schnell, um von Oz abzulenken.</p>
<p>„Um genau zu sein ist das eure Vergangenheit. Mir ist es gerade wieder eingefallen.“<br />
Er sah hoch, und sein Gesichtsausdruck ließ nichts Gutes ahnen für ihre Zukunft.<br />
„Die Serie ist bereits zu Ende, alles ist vorbei. Ich befinde mich gerade in eurer Vergangenheit. Das ist so, als würde man eine Folge aus einer alten Staffel gucken und genau wissen wie es weiter geht. Oh Gott.“</p>
<p>„Wird es schlimm?“<br />
Willow flüsterte fast.</p>
<p>Giles räusperte sich.<br />
„Das ist für den Moment nicht…“</p>
<p>„Wird jemand von uns sterben?“<br />
Willow unterbrach ihn und sah Martin aus rot geränderten Augen an.</p>
<p>Er brachte es nicht übers Herz, ihr ausgerechnet jetzt von Tara zu erzählen, von Buffys Tod und Widerauferstehung, von Joyce und dem ganzen Schmerz, der noch vor ihnen lag.<br />
Daher schüttelte er nur den Kopf.</p>
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<p>„Ich kann mich nicht an Details erinnern. Alles ist ziemlich verschwommen. Und ich möchte jetzt auch nichts Falsches berichten.“</p>
<p>„Wie ich eben schon sagte. Das ist für den Moment nicht wichtig.“<br />
Giles kam ihm zur Hilfe.<br />
„Kümmern wir uns lieber um das momentane Problem. Ist Martin wirklich aus einer anderen Welt, dann soll er auch dorthin zurückkehren können. Oder er steht unter einem Zauber, aber auch dagegen sollten wir etwas tun. Willow…, bitte recherchiere im Internet über Dämonen, die das Gedächtnis beeinflussen können. Xander und Buffy, ihr helft Martin, sich in dieser Welt zurecht zu finden. Ich lese derweil in einigen Büchern über Parallelwelten.“<br />
Er setzte seine Brille auf und zog ein Buch aus einem Regal.</p>
<p>Willow hatte schon ihren Laptop angeschlossen und sich eingeloggt. Arbeit lenkte sie immer ab, und über Oz wollte sie jetzt nicht nachdenken. Es war nicht sicher, ob Martins Erinnerungen stimmten, und selbst wenn, dann lag das in der Zukunft und konnte verändert werden. Von diesen positiven Gedanken beflügelt rief sie eine Seite nach der nächsten auf.<br />
Die Suche nach Dämonen machte ihr Spaß so lange sie den Kreaturen nicht gegenüber stand. Das war Buffys Job.<br />
Aber ihre Hilfe war trotzdem wertvoll und hatte sie schon manches Mal gerettet.<br />
Sie würde niemals so gut zuschlagen können wie die Jägerin, aber wenn sie an ihren Zauberkräften arbeitete, dann würde sie hoffentlich eines Tages genauso stark sein.</p>
<p>Martin tigerte immer noch in der Bibliothek herum. Buffy dirigierte ihn sanft in Richtung des Tisches und drückte ihn auf einen Stuhl.<br />
Er hatte keine Chance.</p>
<p>Natürlich wusste er, dass die Jägerin stark war, immerhin schlug sie in jeder Folge jemanden zu Brei, aber es am eigenen Leib zu erfahren war irritierend.<br />
Schließlich war sie so klein und schmal, und er war so groß und kräftig. Aber sie hatte ihn einfach geschoben, und er konnte sich nicht wehren.<br />
Dabei war sie bestimmt vorsichtig gewesen, um ihn nicht zu verletzen, und ihm tat jeder leid, bei dem sie es nicht war.<br />
Unbewusst massierte er seine Schulter und erntete dabei von Xander ein mitfühlendes Grinsen.</p>
<p>„Erklär mir das noch mal mit der Fernsehserie“, fragte er und setzte sich neben Martin.<br />
„Du hast wirklich alles gesehen was mit uns passiert?“</p>
<p>Martin nickte.<br />
„Zumindest, wenn eine Kamera darauf gerichtet war.</p>
<p>„Das ist ziemlich gruselig.“<br />
Buffy schauderte.<br />
„Ich will gar nicht wissen was du alles gesehen hast. Ansonsten müsste ich dich umbringen.“</p>
<p>Sie dachte an Angel und wie sie nach ihrer verdorbenen Geburtstagsparty bei ihm im Bett gelandet war, an ihre Sorge am nächsten Tag, als sie ihn nicht gefunden hatte und ihre Wut als sie ihn fand.<br />
Voller Scham erinnerte sie sich an ihre Existenz als Kellnerin und dass sie beinahe aufgegeben hätte.<br />
Auch für die vielen Streitgespräche mit ihrer Mutter wünschte sie sich keinen Zeugen und für ihren Kampf mit Angel, der seinen Tod zur Folge hatte erst recht nicht.<br />
Gab es tatsächlich Leute, die das alles zusammen mit ihr erlebt hatten?<br />
Was dachten die über sie? Kritisierten sie ihre Entscheidungen oder verstanden sie ihre Vorgehensweise?</p>
<p>„Buffy killt Vampire, und wir stolpern um sie herum. Das schaut sich tatsächlich jemand an?“<br />
Xanders Frage unterbrach ihre Überlegungen, und ausnahmsweise war sie einmal dankbar dafür.<br />
Sie wollte nicht darüber nachdenken, wie gut Martin sie kannte.<br />
„Aber beim G-Man schalten doch bestimmt alle um.“<br />
Xander grinste in Richtung des Bibliothekars.</p>
<p>„Ganz im Gegenteil. Er ist sogar sehr beliebt.“</p>
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<p>„Unser Giles beliebt? Bei wem denn? Bei den Rentnern?“ fragte Xander belustigt.</p>
<p>„Bei den Frauen.“, antworte Martin. Wieder klingelte es in seinem Hinterkopf, und ein Gedanke versuchte, an die Oberfläche zu kommen. Aber er konnte ihn nicht packen.</p>
<p>Xander brach in schallendes Gelächter aus.<br />
„G-Man als Frauenschwarm“, prustete er.</p>
<p>„Miss Calendar fand ihn anscheinend sehr attraktiv.“<br />
Buffys Einwand ließ Xanders Lachen abrupt verstummen.<br />
An die ehemalige Computerlehrerin wollte er jetzt nicht denken. Giles sprach nicht darüber, aber selbst Xander konnte sehen, dass er litt. Und Angels Rückkehr verbesserte die Situation nicht unbedingt.<br />
Auch Buffy war das bewusst. Nicht umsonst hatte sie wochenlang verschwiegen, dass Angel aus der Hölle zurückgekehrt war. Wenn es nach Xander ging, dann hätte er dort bleiben sollen.<br />
Aber das Leben hörte nur selten auf ihn.</p>
<p>Giles hatte in der Zwischenzeit in verschiedenen Büchern geblättert, aber die Suche nach Informationen verlief automatisch. Mit seinen Gedanken war er ganz woanders.<br />
Martins Bemerkung darüber, dass er ihre Zukunft kannte, hatte ihn mehr beunruhigt, als er den anderen gestehen wollte.<br />
Ein Blick in seine Augen hatte genügt, um Angst, Schmerz und Tod herauszulesen.<br />
War es sinnvoll, darüber bescheid zu wissen? Könnte er dadurch die Zukunft ändern und verbessern? Oder war es vorherbestimmt, dass sie erleiden mussten, was ihnen bevorstand?<br />
Würde es nur ihre Arbeit behindern und ihre Entscheidungen in Frage stellen?<br />
Er würde alles dafür tun, um seiner Jägerin Leid und Kummer zu ersparen, aber er war Realist genug um zu wissen, dass das Leben der Jägerin von Schmerz geprägt war.</p>
<p>Trotzdem hatte es in der Vergangenheit Situationen gegeben, in denen eine anders getroffene Entscheidung Leben gerettet hätte.<br />
Jenny müsste nicht tot sein, wenn er nicht so stur gewesen wäre. Hätte er ihr zugehört, sich bemüht sie zu verstehen, dann wäre sie nicht alleine gewesen. Sie könnte noch am Leben sein.<br />
Kendra wäre nicht von Drusilla ermordet worden, wenn Angelus Buffy nicht die Falle gestellt hätte.<br />
Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.<br />
Aber gewisse Dinge ließen sich nicht beeinflussen, und es wäre nicht gut, wenn Buffy davon wüsste.<br />
Er würde mit Martin reden, und er musste die Entscheidung treffen.<br />
Das war seine Pflicht als Wächter.</p>
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<p>Die Schulglocke riss sie alle aus ihren Gedanken und Gesprächen und erinnerte sie daran, dass der Schultag nicht zu Ende war.<br />
Willow klappte ihr Laptop zu, und Xander maulte über das vergessene Mittagessen.<br />
Buffy zog Martin zu den letzten Unterrichtsstunden.<br />
Nur Giles blieb alleine in der Bibliothek zurück.<br />
Am Nachmittag würden sich alle treffen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.<br />
Bis dahin wollte er etliche Theorien überprüfen.<br />
Müde rieb er sich die Schläfen und widmete sich wieder seinen Büchern.</p>
<p>Von den nächsten beiden Stunden bekam Martin nicht viel mit.<br />
Aber um gute Noten brauchte er sich keine Gedanken zu machen, denn er hatte nicht die Absicht, noch viel länger zu bleiben.<br />
Aber was wäre, wenn keine Lösung gefunden wurde?<br />
Sein Optimismus hatte stark nachgelassen, seitdem er sich an alles erinnerte.<br />
Giles hatte nicht immer eine Lösung parat, und Willow konnte nicht immer helfen.<br />
Ganz im Gegenteil.<br />
Manchmal flippte die kleine Hexe auch aus und brachte Tod und Verderben.<br />
Es war kaum vorstellbar, dass dieses sanfte Wesen einmal so mächtig sein würde, dass sie die Kraft hatte, die Welt zu zerstören.</p>
<p>Sein Entschluss war längst gefasst.<br />
Er musste sie warnen. Er musste ihr die Gefahren der schwarzen Magie deutlich machen, und er wollte Tara retten.<br />
Es reichte schon, wenn sie nicht am Fenster stand während der Schießerei.<br />
Über Joyce würde er schweigen.<br />
Buffy konnte ihrer Mutter nicht helfen.<br />
Aber Dawn war wichtig. Das Wissen über Dawn könnte helfen, Glory zu besiegen. Und sie durften Ben nicht vertrauen.<br />
Wenn er sich nur an mehr Details erinnern könnte. Aber es war immer nur eine Fernsehserie für ihn gewesen und daher nicht relevant.</p>
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<p>Nach der letzten Unterrichtsstunde trafen sie sich bei Giles in der Bibliothek.<br />
Und den Blicken, die sie Martin immer wieder zuwarfen, war anzusehen, dass sich alle mit dem Thema ‚Zukunft’ beschäftigt hatten.<br />
Es herrschte eine bedrückte Stimmung, und die Andeutungen vom Mittag ließen Raum für viele Vermutungen.<br />
Willow schloss schweigend ihr Laptop an, und selbst Xander hielt ausnahmsweise seine Klappe.<br />
Martin setzte sich und schnaubte sich die Nase. In ihm arbeitete es.<br />
Was sollte er erzählen, was besser weglassen?<br />
Er räusperte sich und blickte seine neuen Freunde reihum an.</p>
<p>„Buffy. In der übernächsten Staffel wirst du plötzlich eine Schwester haben. Es wird so wirken, als wäre sie schon immer da gewesen, aber sie ist kein Mensch. Ich kann das nicht so gut erklären, aber du musst gut auf sie aufpassen. Sie ist nicht böse, und für sie bist du die große Schwester. Behandle sie gut.“<br />
Vor seinem inneren Auge erschien das Bild, wie Buffy in den Tod stürzte, wie sie sich opferte, um Dawn und die Welt zu retten.<br />
Das durfte nicht passieren.<br />
Ohne diesen Sprung wäre Willow nicht gezwungen, mit der Magie zu experimentieren.<br />
Wahrscheinlich würden Buffy und Spike auch nie ein Paar werden, aber das war zweitrangig.<br />
Giles würde nicht verschwinden und Willow alleine lassen.<br />
Das war alles was zählte.</p>
<p>„Willow. Im nächsten Jahr wirst du Tara kennen lernen. Ihr werdet sehr gute Freunde. Du wirst ihr immer vertrauen können. Höre auf sie, wenn sie dich warnt. Sie meint es nur gut.“<br />
Das Willow und Tara mehr als Freunde sein würden ließ er aus. Und von dem tödlichen Schuss würde er nur Giles erzählen.<br />
Der hatte ihn vor der letzten Unterrichtsstunde beiseite genommen und ihn gebeten, nur das Nötigste zu berichten. Die Details solle er nur ihm mitteilen.</p>
<p>„Xander. Du wirst eine Frau kennen lernen. Tu ihr niemals weh. Das könnte fatale Folgen haben.“</p>
<p>Er schnaubte sich wieder die Nase und überlegte kurz bevor er fortfuhr.</p>
<p>„Passt auf Faith auf.“<br />
Leider wusste er nicht mehr, ob sie bereits für den Bürgermeister arbeitete. In der Hinsicht wäre er gerne hilfreicher gewesen.<br />
„Sie wird euch verraten, aber noch kann man ihr helfen. Der Bürgermeister ist böse. Er ist der Hauptgegner dieser Staffel. Er war es, der den Auftrag gegeben hatte, die Babys zu opfern. Er will sich in einen Dämon verwandeln. Vernichtet ihn vorher. Aber Vorsicht, er ist unverwundbar. Oder wird es bald sein. Leider weiß ich das nicht mehr so genau.“</p>
<p>„Der Bürgermeister?“<br />
Buffy schaute ihn verwirrt an.<br />
Bisher hatten alle geschwiegen und ihm gelauscht.<br />
„Bist du sicher?“</p>
<p>„Ja. Leider bin ich das. Am Graduation Day wird er sich in eine riesige Schlange verwandeln. Auf dem Bildschirm war das ein imposanter Anblick, aber in der Wirklichkeit solltet ihr das besser verhindern.“</p>
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<p>Er wandte seinen Blick Willow zu.<br />
„Willow, du wirst immer besser mit der Magie. Aber übertreibe es nicht. Es ist gefährlich. Glaub es mir.“<br />
Er sah sie eindringlich an.</p>
<p>„I-ich werde besser?“ stotterte sie.<br />
„Wie besser? So richtig gut?“<br />
„Was ist das für eine Frau, die ich kennen lerne? Sieht sie gut aus?“<br />
„Ich habe tatsächlich eine Schwester?“</p>
<p>Als wäre ein Damm gebrochen redeten plötzlich alle auf ihn ein.<br />
„Für die nächste Zeit sind nur Faith und der Bürgermeister wichtig“, versuchte er, den Redeschwall zu durchbrechen.</p>
<p>„Martin, kommst du bitte kurz in mein Büro?“<br />
Die Stimme des Wächters klang angespannt.<br />
„Willow, ich habe dir ein Buch hingelegt. Kannst du etwas über einen Dämon namens Graz’zul herausfinden? Ich denke, dass er für Martins Erscheinen in Sunnydale verantwortlich ist.“</p>
<p>Martin stand auf und folgte Giles in das Büro am anderen Ende der Bibliothek. Er spürte die Blicke der Scoobys im Rücken, und er hoffte, dass seine Informationen ihre Zukunft verbessern würden.</p>
<p>Als sich die Tür hinter ihm geschlossen hatte, ging sofort die Diskussion los.<br />
„Wie kannst du plötzlich eine Schwester haben? Wir würden doch sofort misstrauisch werden. Sind wir verzaubert?“<br />
„Ich tippe ja eher auf einen Zauber, wenn sich ein Mädchen für dich interessiert.“<br />
Buffy puffte Xander in die Seite.<br />
Willow blieb still und starrte auf den Bildschirm ihres Laptops.<br />
Ihre Zauberkräfte würden sich also deutlich verbessern. Was sollte daran gefährlich sein? Aber Martin hatte so ernst geklungen. Und wer war Tara? Tara. Der Klang des Namens gefiel ihr. Sie würde bestimmt eine sehr gute Freundin sein.<br />
Versonnen lächelte sie vor sich hin.</p>
<p>„Hey Will. Träumst du? Setz mal deine Zauberkräfte ein und finde etwas über den Dämon heraus.“<br />
Xander fuchtelte mit den Händen vor Willows Gesicht herum.</p>
<p>Sie schreckte hoch und griff nach dem Buch.<br />
„Graz’zul. Also ist wirklich ein Dämon Schuld.“<br />
Sie las vor.<br />
„Graz’zul schickt seine Opfer in eine Parallelwelt und ergötzt sich an ihren Bemühungen, in ihre eigene Welt zurückzukehren. Viele werden dabei verrückt oder bringen sich um. Er einverleibt sich dann ihre Seelen.“</p>
<p>„Ein Spaßvogel. Klasse. Steht dabei wie man ihn besiegen kann? Ist er hier irgendwo und beobachtet uns?“<br />
Buffys Körperhaltung war angespannt und kampfbereit.</p>
<p>„Er beobachtet sein Opfer, muss dabei aber nicht anwesend sein. Hier steht nicht wie man ihn besiegen kann. Daher soll ich wohl im Internet suchen. Vielleicht gibt es neue Erkenntnisse.“<br />
Sie legte das Buch beiseite und widmete sich ihrem Computer.<br />
Aber bevor sie sich vertiefte, sah sie noch einmal hoch.<br />
„Ich mag Martin und hätte es nicht schlimm gefunden, wenn er hier bliebe. Aber jetzt müssen wir ihn wohl retten.“</p>
<p>Ihre Finger flogen über die Tastatur, und sie konzentrierte sich völlig auf ihre Arbeit.<br />
Xander und Buffy unterhielten sich über Faith.<br />
Wie sollte man verhindern, dass sie auf die böse Seite wechselte?</p>
<p>In Giles Büro erzählte Martin Giles in der Zwischenzeit alles was er wusste.<br />
Anfangs hatte er bei unangenehmen Details gezögert, doch Giles ermutigte ihn, nichts auszulassen.<br />
Also beschrieb er, wie Buffy in den Tod sprang, auch wenn er den Schmerz in den Augen des Wächters sehen konnte. Er erklärte wer Dawn war, warum sie auf Anya aufpassen mussten und ließ auch Joyce Tumor nicht aus.<br />
Dann kam er zu Willow und Tara. Er machte Giles klar, dass der auf keinen Fall Sunnydale verlassen dürfe, weil Willow ihn brauchte. Sie würde stark sein, viel zu stark, und sie würde Hilfe dabei brauchen, ihre Kräfte unter Kontrolle zu behalten.<br />
Vielleicht konnte er nicht verhindern, dass sie sich der schwarzen Magie zuwandte, aber er könnte Tara retten und damit Willow den Grund nehmen, ihren Schmerz an der Welt auszulassen.</p>
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<p>Endlich hatte der Wächter keine Fragen mehr, und Martin ging zurück in die Bibliothek.</p>
<p>Giles verstaute einen Zettel mit den wichtigsten Informationen in seiner Hosentasche und folgte Martin.<br />
Vielleicht hatte Willow in der Zwischenzeit etwas gefunden.</p>
<p>Die Hexe saß vor ihrem Laptop, und Xander und Buffy saßen dicht neben ihr.<br />
„Giles, ich habe etwas entdeckt“, rief sie, als sie den Wächter bemerkte.<br />
„Martin setz dich. Wir wissen jetzt wie wir dich nach Hause bekommen.“</p>
<p>„Ich wusste, dass du etwas findest“, sagte er grinsend und schnappte sich einen Stuhl in ihrer Nähe.<br />
„Ich hatte vollstes Vertrauen in deine Fähigkeiten.</p>
<p>Geschmeichelt von dem Kompliment suchte sie eifrig die richtige Stelle in dem langen Text auf ihrem Bildschirm.<br />
Martin beobachtete sie dabei.<br />
Das war seine Willow.<br />
Die kleine, schüchterne, unglaublich hübsche Willow. Nicht die Hexe der späteren Folgen, die selbstbewusst durchs Leben ging.</p>
<p>Diese Willow hatte er immer am Liebsten gemocht. Hinter ihrer Unsicherheit verbarg sich ein starker Charakter, und es war immer sie gewesen, die alles zusammen hielt. Er bewunderte ihren Mut, trotz ihrer Schwächen niemals aufzugeben und für ihre Freunde durchs Feuer zu gehen.<br />
Niemand traute sich, ihr zu widersprechen, wenn sie energisch wurde. Und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann zog sie es auch durch.<br />
Leider wurde ihr diese Charaktereigenschaft zum Verhängnis, als es um die Magie ging.<br />
Giles hatte sie immer gewarnt, aber sie wollte nicht auf ihn hören.<br />
Bis es zu spät war.<br />
Letztendlich hatte Xander sie im allerletzten Moment gerettet.<br />
Kurz bevor es für die Welt keine Rettung mehr gegeben hätte.</p>
<p>„Was hast du herausgefunden?“<br />
Giles setzte seine Brille auf und gesellte sich zu ihnen.</p>
<p>„Hier steht es.  Graz’ul hat Spaß daran, seine Opfer leiden zu sehen. Er amüsiert sich darüber, wie sie verzweifelt versuchen, ihr altes Leben wieder zu bekommen. Aber die Bemühungen waren in der Vergangenheit nicht immer vergeblich. Für diesen Dämon ist das Ganze ein Spiel, und er lässt seinem Gegner eine Chance. Er hat ihr Gedächtnis manipuliert und etwas gelöscht. Wenn sie sich daran wieder erinnern, dann können sie zurückkehren.“</p>
<p>„Das ist es also“, platzte es aus Martin heraus.<br />
„Mir ist schon die ganze Zeit als hätte ich etwas vergessen, aber ich komme einfach nicht darauf.“</p>
<p>„Können wir Martin irgendwie helfen, seine Erinnerungen aufzufrischen?“ fragte Buffy.<br />
„Will, und steht da etwas, warum wir eine Serie sind?“</p>
<p>„So direkt nicht. Aber hier steht etwas von Parallelwelten. Vielleicht existieren wir neben Martins Welt und etwas ist durchgesickert. Das kann bestimmt passieren. Ich müsste noch etwas recherchieren.“</p>
<p>„Oder der Autor dieser Serie war schon einmal hier und hat sich in seinen Träumen an uns erinnert. Der arme Kerl hat also die ganze Zeit Albträume.“</p>
<p>„Hier steht noch etwas“, unterbrach ihn Willow.<br />
„Das ist etwas merkwürdig. Was bereits geschehen ist, kann nicht ungeschehen gemacht werden. Was hat das zu bedeuten?“</p>
<p>„Darum kümmern wir uns später. Erst braucht Martin sein Gedächtnis wieder.“<br />
Giles übernahm das Kommando.<br />
„In welchen Situationen konntest du dich schon fast erinnern? Vielleicht kommen wir mit Hypnose weiter.“</p>
<p>„Ich weiß nicht.“<br />
Martin runzelte die Stirn.<br />
„Vorhin war da etwas, als wir über die Namen der Schauspieler gesprochen haben.“</p>
<p>„Du hast Giles Tony genannt“, warf Buffy dazwischen.<br />
„Und danach ein merkwürdiges Gesicht gemacht“, ergänzte Xander.<br />
„Vielleicht hilft es, wenn du an uns als Schauspieler denkst und nicht als reale Personen“, schlug Giles vor.<br />
„Vielleicht sollten wir etwas Schauspielertypisches machen, was man im realen Leben niemals tun würde. Plötzlich anfangen zu singen und zu tanzen.“</p>
<p>Martin lachte laut auf.<br />
„Aber das macht ihr tatsächlich. Sunnydale ist irgendwie verzaubert, und plötzlich verhalten sich alle wie Darsteller in einem Musical. Ihr singt und tanzt die ganze Zeit über.“</p>
<p>„Wir singen? Und tanzen? Könnt ihr euch Giles vorstellen, wie er das Tanzbein schwingt und ein Liedchen trällert?“<br />
Natürlich konnte sich Xander diese Stichelei nicht verkneifen.</p>
<p>„Er macht das sogar sehr gut. Seine Parts sind mit die besten, und wir…“<br />
Er stoppte mitten im Satz und starrte die Gruppe mit offenem Mund an.<br />
„Oh mein Gott. Wie konnte ich das vergessen?“</p>
<p>„Was hast du vergessen?“</p>
<p>„Meine Frau. Ich bin verheiratet. Sie ist ein großer Fan von Giles und nennt ihn Tony. Wie konnte ich nur…, ich habe an unser Haus gedacht, aber mir fiel nicht auf, dass ein Haus für mich alleine unsinnig wäre. Aber das Singen jetzt… Danke Willow.“<br />
Er fiel ihr spontan um den Hals und küsste sie auf die Wange.<br />
„Was passiert jetzt? Kehre ich zurück?“</p>
<p>Er blinzelte, und die Bibliothek verschwand vor seinen Augen.<br />
Es war mitten in der Nacht, und er lag zu Hause in seinem Bett.<br />
Hatte er geträumt?<br />
Neben ihm lag schlafend seine Frau, und er kuschelte sich an sie.</p>
<p>„Fröhliche Weihnachten mein Liebling“, sagte er leise.</p>
<p>***EPILOG***</p>
<p>„Jetzt ist er endgültig weg.“, sagte Willow traurig.</p>
<p>„Er kann uns ja zumindest noch im Fernsehen bewundern“, ergänzte Buffy und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.<br />
„Wir müssen nur aufpassen, dass wir nichts Peinliches sagen oder tun.“</p>
<p>„Und wir sollten seine Ratschläge befolgen. Wie war das…, du Willow sollst nicht…, äh…, und Buffy soll aufpassen…, hatte er nicht eine Schwester erwähnt?“<br />
Xander schaute ratlos in die Runde.</p>
<p>„Ich habe keine Schwester, das kann’s nicht gewesen sein. Willow und Magie…, ich kann mich nicht mehr erinnern.“<br />
Buffy runzelte die Stirn.</p>
<p>„Ich weiß es auch nicht mehr…, a-aber wir haben doch eben noch davon gesprochen. Wie…?“</p>
<p>„Vielleicht ist es besser so“, mischte Giles sich ein.<br />
„Wahrscheinlich könnten wir eh nichts an unserer Zukunft ändern. In seiner Welt ist sie bereits geschehen, und deshalb vergessen wir jetzt. Vielleicht war das vorhin gemeint.“<br />
Er seufzte und rieb sich die kleine Falte zwischen den Augen.<br />
„Und wenn wir nichts tun können, dann möchte ich gar nicht so genau wissen, was wir noch alles durchmachen müssen.“</p>
<p>Langsam zerriss er den Zettel in seiner Hosentasche in kleine Stücke.</p>
<p>ENDE</p>
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		<title>Ohne Bücher fehlt mir was.</title>
		<link>http://melasworld.wordpress.com/2010/02/02/ohne-bucher-fehlt-mir-was/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 12:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>melasworld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Was ich lese]]></category>
		<category><![CDATA[Wer bin ich?]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin wahrscheinlich mit dem Buch in der Hand zur Welt gekommen, zumindest lese ich seitdem ich die Kringel zu Wörtern und Sätzen zusammensetzen kann. Schon im Kindergarten habe ich meine Umgebung genervt und ließ mir alles vorlesen, mit Schulbeginn dauerte es nur wenige Wochen bis ich mir mehr oder weniger in Eigenregie das Lesen <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=88&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin wahrscheinlich mit dem Buch in der Hand zur Welt gekommen, zumindest lese ich seitdem ich die Kringel zu Wörtern und Sätzen zusammensetzen kann.<br />
Schon im Kindergarten habe ich meine Umgebung genervt und ließ mir alles vorlesen, mit Schulbeginn dauerte es nur wenige Wochen bis ich mir mehr oder weniger in Eigenregie das Lesen beigebracht habe.<br />
Während die Mitschüler noch bei &#8222;MI, MA, MAU&#8220; waren, las ich bereits die ersten Geschichten.</p>
<p>Ohne Bücher fehlt mir was, ich lese immer, nicht nur Bücher, auch Zeitschriften, Comics, Gebrauchsanweisungen, Beipackzettel, Kataloge, neuerdings Blogs, und es gehört zu meinen absoluten Horrorvorstellungen, dass ich blind werden könnte, denn Hörbucher mag ich gar nicht.<br />
Ich brauche Buchstaben.<br />
Vorzugsweise gedruckte, denn auch e-books sind nicht so mein Fall.</p>
<p>Unser Haus quillt über, Kinderbücher, Krimis, viele Thriller, Horror, Fantasy, SciFi, Romane, Klassiker, auch viele Sachbücher, Biographien, ich sammle sehr viele Buchreihen, habe alleine schon über 100 StarTrek-Romane aus allen Serien, ungefähr alles von Terry Pratchett, bis auf die ganz neuen Sachen alles von King, Agatha Christie, Daphne du Maurier, Clive Barker, Elizabeth George, Minette Walters, Hesse, Goethe, Platon.<br />
Typische Frauensachen sind eher selten vetreten, ich mag keine kitschigen Liebesromane, aber grundsätzlich steh ich allem offen gegenüber.</p>
<p>Und ich bin immer dankbar für Empfehlungen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/melasworld.wordpress.com/88/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/melasworld.wordpress.com/88/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/melasworld.wordpress.com/88/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/melasworld.wordpress.com/88/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/melasworld.wordpress.com/88/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/melasworld.wordpress.com/88/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/melasworld.wordpress.com/88/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/melasworld.wordpress.com/88/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/melasworld.wordpress.com/88/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/melasworld.wordpress.com/88/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/melasworld.wordpress.com/88/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/melasworld.wordpress.com/88/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/melasworld.wordpress.com/88/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/melasworld.wordpress.com/88/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=88&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Freud und Leid der Erziehung</title>
		<link>http://melasworld.wordpress.com/2010/01/31/freud-und-leid-der-erziehung/</link>
		<comments>http://melasworld.wordpress.com/2010/01/31/freud-und-leid-der-erziehung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 21:13:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>melasworld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist eine der vielen Geschichten, die ich nie zu Ende gebracht habe, da mir der richtige Zugang fehlte. *** Acht Jahre bin ich jetzt alt, und wenn ich zurück schaue, dann muss ich sagen, dass ich meine Aufgabe sehr gut gemeistert habe. Nach Jahren mühevoller Arbeit habe ich meine Menschen endlich erzogen bekommen. Dabei <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=47&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		H1 { margin-top: 0cm; margin-bottom: 0cm; text-decoration: underline } 		H1.western { font-family: "Verdana", sans-serif; font-size: 10pt; font-weight: normal } 		H1.cjk { font-family: "Lucida Sans Unicode"; font-size: 10pt; font-weight: normal } 		H1.ctl { font-family: "Tahoma"; font-size: 12pt; font-weight: normal } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><em>Das ist eine der vielen Geschichten, die ich nie zu Ende gebracht habe, da mir der richtige Zugang fehlte.</em></p>
<p>***</p>
<p>Acht Jahre bin ich jetzt alt, und wenn ich zurück schaue, dann muss ich sagen, dass ich meine Aufgabe sehr gut gemeistert habe.</p>
<p>Nach Jahren mühevoller Arbeit habe ich meine Menschen endlich erzogen bekommen.</p>
<p>Dabei fing alles recht schwierig an.</p>
<p><span id="more-47"></span></p>
<p>Als streunender Welpe wurde mir ziemlich schnell klar, dass ich es im Leben einfacher haben würde, wenn ich mir ein Frauchen oder Herrchen suchen würde.</p>
<p>Natürlich war es lustig, den ganzen Tag frei herumlaufen zu können, aber die Vorteile eines regelmäßig gefüllten Fressnapfes und eines warmen Platzes zum Schlafen waren ebenfalls nicht von der Pfote zu weisen.</p>
<p>Also machte ich mich auf die Suche.</p>
<p>Schon nach relativ kurzer Zeit hatte ich ein geeignet erscheinendes Exemplar gefunden. Sie nahm mich auf den Arm, fand mich süß, schmuste mit mir und gab mir zu fressen. In der ersten Nacht durfte ich sogar bei ihr schlafen, und das erinnerte mich so sehr an meine leibliche Mutter, dass meine Entscheidung gefallen war.</p>
<p>Das sollte meine neue Mama sein.</p>
<p>In den ersten Tagen ging auch alles gut, ich wurde verwöhnt, und man spielte mit mir, ich bekam leckeres Futter und durfte ansonsten machen was ich wollte.</p>
<p>Auf meinen kurzen Beinen rannte ich meiner Mama überall hinterher. Das Leben war einfach perfekt.</p>
<p>Doch leider veränderte sich dann alles. Ich bekam Kommandos und wurde an etwas angebunden, dass man Leine nennt. Alles jaulen half nichts.</p>
<p>Menschen nennen das Erziehung.</p>
<p>Und leider hatte ich ein sehr ambitioniertes Exemplar erwischt, das auf Konsequenz schwor.</p>
<p>So ein Unfug.</p>
<p>Ich hätte ihr gleich sagen können, dass das nicht funktioniert.</p>
<p>Zuerst sah es allerdings noch so aus, als könnte sie sich durchsetzen. Jeder traurige Hundeblick und jedes Jammern wurden von ihr ignoriert. Und weil sie sich so freute, wenn ich brav war, tat ich ihr auch manchmal den Gefallen. Außerdem gab es dann immer extra Streicheleinheiten und eine besonders schmackhafte Leckerei.</p>
<p>Doch sie sollte nicht glauben, dass ich nun erzogen war.</p>
<p>Sobald ich die Chance dazu hatte und auf einem Spaziergang etwas ganz besonders Interessantes erschnupperte oder erspähte rannte ich los.</p>
<p>Es machte mir einen Riesenspaß, ihr bei den Versuchen mich einzufangen zuzuschauen, und ich achtete darauf, immer gerade so weit vor ihr zu sein, dass sie mich nicht erwischte.</p>
<p>Natürlich wurde ich hinterher ausgeschimpft und musste zurück an die Leine, aber das war mir der Spaß wert.</p>
<p>Mit der Zeit führte das nur leider dazu, dass ich draußen gar nicht mehr frei rennen durfte, und an der Leine war es so langweilig.</p>
<p>Ich musste mir also etwas anderes einfallen lassen.</p>
<p>Daher fing ich an, bei Spaziergängen an der Leine zu zerren, ich rannte plötzlich los oder blieb unvermittelt stehen, lief im Zickzack vor Mamas Beinen hin und her bis sie über mich stolperte.</p>
<p>Natürlich war sie davon genervt, und das ließ sie mich auch merken, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass sie eine neue Regel einführte.</p>
<p>Ich sollte ‚bei Fuß gehen’.</p>
<p>Das war noch langweiliger.</p>
<p>Jetzt konnte ich nicht einmal mehr einer Spur folgen oder die Leine um einen Baum wickeln.</p>
<p>Aber anscheinend hatte mein trauriger Hundeblick Erfolg, denn eines Tages wurde zu meiner großen Überraschung das lästige Stück Leder an meinem Halsband entfernt, und mir wurde erlaubt zu rennen.</p>
<p>Das nutzte ich gleich richtig aus und rannte vergnügt die Strasse rauf und runter. Und da ich meinen Willen durchgesetzt hatte, war ich von nun an auch braver.</p>
<p>Meistens zumindest.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/melasworld.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/melasworld.wordpress.com/47/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/melasworld.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/melasworld.wordpress.com/47/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/melasworld.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/melasworld.wordpress.com/47/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/melasworld.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/melasworld.wordpress.com/47/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/melasworld.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/melasworld.wordpress.com/47/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/melasworld.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/melasworld.wordpress.com/47/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/melasworld.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/melasworld.wordpress.com/47/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=47&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Was ist FanFiction?</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 17:46:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>melasworld</dc:creator>
				<category><![CDATA[FanFiction]]></category>

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		<description><![CDATA[Fan-Fiction/Fanfiction oder kurz Fanfic oder auch nur FF, deutsch manchmal auch Fanfiktion oder Fangeschichte(n), ist die Bezeichnung für Werke (Texte, Bilder, Filme, Animationen) die von Fans eines literarischen oder trivialliterarischen Originalwerkes (zum Beispiel eines Films, einer Fernsehserie, von Büchern, Computerspielen usw.) oder auch real existierender Menschen (z. B. von bekannten Schauspielern, Musikern oder Sportlern) erstellt werden, <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=35&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><span style="color:#000000;"><strong>Fan-Fiction/Fanfiction</strong> oder kurz <strong>Fanfic</strong> oder auch nur <strong>FF</strong>, deutsch manchmal auch <strong>Fanfiktion</strong> oder <strong>Fangeschichte(n)</strong>, ist die Bezeichnung für Werke (Texte, Bilder, Filme, Animationen) die von <a title="Fan" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fan">Fans</a> eines literarischen oder trivialliterarischen Originalwerkes (zum Beispiel eines <a title="Filmkunst" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Filmkunst">Films</a>, einer <a title="Fernsehserie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fernsehserie">Fernsehserie</a>, von <a title="Buch" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buch">Büchern</a>, <a title="Computerspiel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Computerspiel">Computerspielen</a> usw.) oder auch real existierender Menschen (z. B. von bekannten <a title="Schauspieler" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schauspieler">Schauspielern</a>, <a title="Musiker" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Musiker">Musikern</a> oder <a title="Sportler" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sportler">Sportlern</a>) erstellt werden, welche die Protagonisten und/oder die Welt dieses Werkes bzw. die jeweiligen Personen in einer neuen, fortgeführten oder alternativen Handlung darstellen.</span></em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><em>Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fan-Fiction</em></p>
<p>Ich habe eine Zeitlang sehr viel FanFic geschrieben, das meiste ist allerdings nicht zur Veröffentlichung gedacht.<em> </em>Teilweise war es sehr brutal und definitiv nicht jugendfrei.<em><br />
</em>Trotzdem macht es sehr viel Spaß, und man kann sehr schön experimentieren.<em><br />
</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/melasworld.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/melasworld.wordpress.com/35/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/melasworld.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/melasworld.wordpress.com/35/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/melasworld.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/melasworld.wordpress.com/35/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/melasworld.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/melasworld.wordpress.com/35/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/melasworld.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/melasworld.wordpress.com/35/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/melasworld.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/melasworld.wordpress.com/35/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/melasworld.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/melasworld.wordpress.com/35/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=35&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Der kleine Vogel</title>
		<link>http://melasworld.wordpress.com/2010/01/31/der-kleine-vogel/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 12:55:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>melasworld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Short Stories]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch diese Geschichte ist noch zu Schulzeiten entstanden. Ich würde sie heute so nicht mehr schreiben. Trotzdem stelle ich sie unbearbeitet ein. Da mich aber das Thema interessiert überlege ich, ob ich sie nicht noch mal schreiben sollte in meinem heutigen Stil. Oder es gibt eine Fortsetzung. *** Der kleine Vogel Es war einmal ein <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=31&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0cm } 		P.western { font-family: "Verdana", sans-serif; font-size: 10pt } 		P.cjk { font-size: 10pt } 		H1 { margin-top: 0cm; margin-bottom: 0cm; text-decoration: underline } 		H1.western { font-family: "Times New Roman", serif; font-size: 12pt; font-weight: normal } 		H1.cjk { font-family: "Lucida Sans Unicode"; font-size: 12pt; font-weight: normal } 		H1.ctl { font-family: "Tahoma"; font-size: 12pt; font-weight: normal } --><em>Auch diese Geschichte ist noch zu Schulzeiten entstanden. Ich würde sie heute so nicht mehr schreiben. Trotzdem stelle ich sie unbearbeitet ein. Da mich aber das Thema interessiert überlege ich, ob ich sie nicht noch mal schreiben sollte in meinem heutigen Stil.<br />
Oder es gibt eine Fortsetzung.</em></p>
<p><em>***<br />
</em></p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0cm } 		P.western { font-family: "Verdana", sans-serif; font-size: 10pt } 		P.cjk { font-size: 10pt } 		H1 { margin-top: 0cm; margin-bottom: 0cm; text-decoration: underline } 		H1.western { font-family: "Times New Roman", serif; font-size: 12pt; font-weight: normal } 		H1.cjk { font-family: "Lucida Sans Unicode"; font-size: 12pt; font-weight: normal } 		H1.ctl { font-family: "Tahoma"; font-size: 12pt; font-weight: normal } --><strong>Der kleine Vogel</strong></p>
<p>Es war einmal ein kleiner Vogel, der lebte zusammen mit vielen anderen Vögeln in einem großen Käfig, der inmitten eines riesigen Tierparks stand.</p>
<p><span id="more-31"></span></p>
<p>Jeden Tag kamen viele Leute, die ihn und seine Freunde bewunderten, anstarrten und manchmal sogar fütterten. Trotz des großen Schildes mit der Aufschrift ‚Füttern Verboten’.</p>
<p>Eines Tages wurde ein neuer Vogel zu ihnen gesetzt, was für große Aufregung sorgte.</p>
<p>In letzter Zeit hatte es kaum Neuankömmlinge gegeben, und schon gar keine Exemplare wie diesen.</p>
<p>Der neue Vogel hörte auf den Namen ‚Wildfang’, und er war schon ziemlich alt. Seine Federn waren zerzaust und struppig, er hatte Narben am Kopf und an einem Flügel.</p>
<p>Er hielt sich abseits, hockte missmutig in einer Ecke, putzte sein Federkleid und murmelte leise vor sich hin, während er seine Zellengenossen abfällig musterte.</p>
<p>Nur der kleine Vogel traute sich in seine Nähe, betrachtete ihn neugierig und näherte sich ihm irgendwann so weit, dass er hören konnte wovon er sprach.</p>
<p>Wildfang schien nichts dagegen zu haben und akzeptierte seinen kleinen Zuhörer.</p>
<p>Der kleine Vogel hörte Wörter wie ‚Tiefe Wälder’ und ‚Weiter Himmel’, und eines Morgens nahm er all seinen Mut zusammen und fragte „Bist du von draußen?“</p>
<p>Wildfang schnaubte.</p>
<p>„Ja, ich bin von draußen. Ich bin draußen geboren und habe mein ganzes Leben außerhalb eines Käfigs verbracht.“</p>
<p>Der kleine Vogel staunte.</p>
<p>„Ich bin hier geboren. Wie ist das draußen? Ist es nicht gefährlich? Wie bekommst du zu essen? Findest du es nicht besser hier?“</p>
<p>Wildfang schaute ihn mitleidig an.</p>
<p>„Du lebst tatsächlich lieber in einem Käfig? Du ziehst die Gefangenschaft der Freiheit vor? Ich werde dir mal etwas erzählen.“</p>
<p>Und er begann.</p>
<p>Er berichtete von großen Wäldern und weiten Flächen Wassers, über die er hinwegflog getragen vom Wind, er beschrieb den Fall der Blätter im Herbst, den Duft von Frühling, das Gefühl, völlig alleine durch einen weiten Himmel zu schweben ohne Grenzen und Käfigstäbe.</p>
<p>In Erinnerungen schwelgend erzählte er von seiner ersten großen Liebe, aber auch von der Flucht vor Raubtieren und dem prickelnden Gefühl der Gefahr, vom Nestbau und der Suche nach Nahrung.</p>
<p>Tränen standen ihm in den Augen, als er sich an die riesigen Vogelschwärme erinnerte, die jedes Jahr im Herbst in Richtung Süden flogen und im Frühjahr wieder zurückkehrten.</p>
<p>Es gab keine Vögel mehr.</p>
<p>Fast alle Wälder waren abgeholzt, die natürlichen Nistplätze dem Bau von neuen Wohnsiedlungen zum Opfer gefallen.</p>
<p>Die überlebenden Tiere wurden zu ihrem eigenen Schutz in Tierparks gehalten, wo sich die Besucher an seltenen Tierrassen wie Eichhörnchen, Igeln und Fröschen ergötzen konnten.</p>
<p>Und eben auch an Spatzen, Rotkehlchen und Eulen.</p>
<p>Der kleine Vogel war im Käfig geboren, und bisher war ihm noch nie ein Artgenosse begegnet, der von draußen berichten konnte. Bisher hatte er überhaupt noch nie an draußen gedacht.</p>
<p>Es ging ihm doch gut. Er hatte Gesellschaft, er bekam regelmäßig sein Futter, und es war amüsant, dem Klatsch der gesprächigen Spatzen zu lauschen.</p>
<p>Doch jetzt empfand er eine Sehnsucht, die sein kleines Herz schmerzen ließ, und er träumte des Nachts von Wäldern und dem Duft der Freiheit.</p>
<p>Eines Morgens war Wildfang verschwunden.</p>
<p>Niemand hatte bemerkt, wie er geflohen war, und niemand vermisste ihn, nur der kleine Vogel musste oft an ihn denken.</p>
<p>Doch als einmal der Wächter vergaß, die Käfigtür richtig abzuschließen, fand er nicht den Mut, dem Beispiel Windfangs zu folgen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/melasworld.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/melasworld.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/melasworld.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/melasworld.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/melasworld.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/melasworld.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/melasworld.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/melasworld.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/melasworld.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/melasworld.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/melasworld.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/melasworld.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/melasworld.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/melasworld.wordpress.com/31/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=31&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Wette</title>
		<link>http://melasworld.wordpress.com/2010/01/31/die-wette/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 10:41:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>melasworld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Short Stories]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei dieser Geschichte waren 6 Wörter vorgegeben, die mindestens auftauchen sollten. Katze, Frosch, Mond, Elefant, Schmollmund und Schrank. Ich konnte sie alle unterbringen, und hier ist das Ergebnis. *** DIE WETTE Stuart nieste. „Diese verdammte Erkältung. Die Menschen fliegen auf den Mond, aber sie bekommen einen einfachen Schnupfen nicht unter Kontrolle.“ Johnnie brummte nur. Ihn <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=27&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bei dieser Geschichte waren 6 Wörter vorgegeben, die mindestens auftauchen sollten. Katze, Frosch, Mond, Elefant, Schmollmund und Schrank. Ich konnte sie alle unterbringen, und hier ist das Ergebnis.</em></p>
<p><em>***<br />
</em></p>
<p><strong>DIE WETTE</strong></p>
<p>Stuart nieste.<br />
„Diese verdammte Erkältung. Die Menschen fliegen auf den Mond, aber sie bekommen einen einfachen Schnupfen nicht unter Kontrolle.“<br />
Johnnie brummte nur. Ihn interessierte im Moment weder Stus Nieserei noch der Mond. Er wollte weiter.</p>
<p><span id="more-27"></span><br />
Stuart ließ sich von Johnnies Desinteresse nicht aus dem Konzept bringen. Er maulte weiter.<br />
“Um diese Zeit nimmt uns sowieso keiner mehr mit. Mir ist kalt, und ich bin müde. Wir suchen uns jetzt einfach einen Schlafplatz.“<br />
“Es ist noch hell, ich möchte heute noch ein Stück schaffen. Da vorne ist die Strasse, ich höre Autos.“<br />
Johnnie ging weiter und vertraute darauf, dass Stu ihm folgen würde.<br />
„Igitt. Ist das eklig.“ Stuart konnte einfach nicht still sein.<br />
Ein beißender Geruch durchdrang plötzlich den Abend. Johnnie hielt instinktiv die Luft an und blieb stehen.<br />
“Was hast du jetzt wieder angestellt?“ fragte er genervt.<br />
“Ich weiß nicht. Ich bin auf irgend etwas getreten. Was schleimiges. Einen Frosch oder so.“<br />
Johnnie seufzte nur und ging weiter. Er wollte gar nicht wissen, was jetzt an Stus Schuhen klebte. Ein Frosch war es bestimmt nicht.<br />
Leider lief es bereits den ganzen Tag so.<br />
Stu traf jede Pfütze, hatte die ganze Zeit nasse Füße, war beim Pinkeln in einen stacheligen Busch gefallen und im nassen Laub ausgerutscht. Er beschwerte sich über das Wetter, das schlechte Essen und darüber, dass ihm ständig Äste ins Gesicht schlugen, wenn er wie ein Elefant durch das Unterholz stampfte.<br />
Dabei war dieser Trip seine Idee gewesen.<br />
Stu hatte unbedingt beweisen wollen, dass er ein ganzer Kerl war, und Johnnie ließ seinen Bruder nie alleine.<br />
Wie Diebe waren sie vor zwei Nächten aus dem Haus geschlichen, nachdem ihnen Stus Frau vorgeworfen hatte, dass sie faul geworden waren. Dabei hatten sie nur gemütlich auf dem Sofa gesessen und Sport geguckt. Wie fast jeden Abend. Immerhin gingen sie tagsüber arbeiten und mussten sich am Abend entspannen. Was sprach dagegen?<br />
Er wusste gar nicht mehr genau, wie es zu dem Streit gekommen war, aber er wusste warum Stu sich auf die Wette eingelassen hatte. Seine Frau musste nur ihre kirschroten Lippen zu einem Schmollmund verziehen, und sein Bruder würde ihr die Sterne vom Himmel holen. Oder ihre neuen Schuhe finanzieren. Wie eine exotische Katze hatte sie mit angezogenen Beinen auf ihrem Sessel gehockt und ihnen eine Wette vorgeschlagen.<br />
Sie würden es nicht schaffen, ohne Geld in der Tasche von ihrem Kaff in Maine nach Bangor zu laufen, und das quer durch den Wald.<br />
Natürlich hatte sie nicht angenommen, dass sie darauf eingehen würden, sie hatte nur provozieren wollen. Sie würde es gar nicht erlauben, dass ihr Mann etwas gefährliches unternahm, schon gar nicht ohne ihre Aufsicht. Johnnie hatte das gewusst, aber Stu war Feuer und Flamme. Er wollte ihr zeigen, dass er noch so männlich war wie früher, als er ihr den Ring an den Finger gesteckt und sie die Stufen zu ihrem Haus hinauf getragen hatte.<br />
Noch in der gleichen Nacht plünderte er den großen Schrank in der Küche und steckte alles an haltbaren Lebensmitteln ein, was er finden konnte. Dazu kamen Streichhölzer, Dosenöffner, Messer, Taschenlampe, Kompass und die mittlerweile eingestaubten Schlafsäcke im Keller, die noch aus alten Pfadfindertagen stammten.<br />
Für Stu hatte das überhaupt nicht kompliziert geklungen, er war auf Abenteuer aus. Sie würden einfach durch den Wald laufen, sich ihr Essen am Lagerfeuer bereiten und nachts unter den Sternen schlafen. Blasen an den Füßen und Regen waren in seinem Traum nicht vorgekommen.<br />
Jetzt musste sich Johnnie seit dem Vortag sein Gejammer anhören.<br />
An der rettenden Strasse würden sie ein Auto anhalten und so weit wie möglich fahren. Er wollte raus aus diesem Wald und wieder in einem richtigen Bett schlafen.<br />
Auch wenn er und Stu dann keine richtigen Kerle waren.<br />
Er sah sich kurz um. Stuart war tatsächlich direkt hinter ihm, aber er sah nicht mehr sehr fit aus.<br />
“Nun komm schon. Die paar Meter schaffst du auch noch.“<br />
Statt einer Antwort ließ Stu erneut ein lautes Niesen ertönen.<br />
Es klang vorwurfsvoll.<br />
Johnnie hörte ein sich näherndes Auto, und rannte los.<br />
Mit einem großen Satz sprang er über einen Busch und landete mitten auf der Strasse. Hastig stolperte er zurück an den Rand und hob die Arme, um den Fahrer zum Anhalten zu bewegen. Erst dann sah er richtig hin, und ihm fielen die Blaulichter auf.<br />
Ein Polizeiwagen.<br />
“Verdammt“, fluchte er und wollte sich wieder zurück ziehen. Doch es war zu spät.<br />
Der Cop hatte ihn gesehen.<br />
Er suchte zwar eine Mitfahrgelegenheit, aber er wollte keinem Schutzbeamten erklären, warum er mit einem Schlafsack auf dem Rücken an der Strasse stand.<br />
Hinter ihm kam mit lautem Getöse und schnaufend Stu aus dem Unterholz. Beschäftigt damit, sich die Nase zu putzen, hatte er den mittlerweile gestoppten Wagen gar nicht bemerkt.<br />
Und auch nicht den Mann in Uniform, der sich ihnen näherte.<br />
“Guten Abend.“<br />
Erst die fremde Stimme ließ Stu aufgucken.<br />
“Hast du jemanden gefunden…, oh?“<br />
Seine verdatterte Mine hätte Johnnie unter anderen Umständen sofort zum Lachen gebracht, aber jetzt war er zu sehr damit beschäftigt, sich eine glaubhafte Geschichte auszudenken. Das stellte sich aber schon im nächsten Moment als unnötig heraus.<br />
“Sind sie Stuart und Johnnie Rathcliff? Man sucht sie überall.“<br />
Ohne den Versuch zu unternehmen, ihre Identität abzustreiten, drehte sich Johnnie zu Stu um.<br />
“Hast du denn nicht bescheid gegeben? Du wolltest doch einen Zettel…“<br />
Stus betretener Gesichtsausdruck war ihm bereits Antwort genug.<br />
“Du hast es also vergessen. Wie konntest du nur?“<br />
Es war eine Sache, zugeben zu müssen, dass sie für die Wanderung wirklich zu weich geworden waren, aber eine ganz andere, wie zwei unartige Schuljungen von der Polizei nach Hause gebracht zu werden.<br />
Auch Stu schien das zu begreifen, denn er richtete sich plötzlich kerzengerade auf.<br />
“Wir machen uns nicht strafbar. Bitte richten sie meiner Frau einen schönen Gruß aus. Wir melden uns bei ihr, wenn wir am Ende unserer Wanderung sind.“<br />
Johnnies Grinsen wuchs immer mehr in die Breite. Mary würde toben, wenn sie diese Nachricht bekam.<br />
Jetzt waren sie doch echte Kerle.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/melasworld.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/melasworld.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/melasworld.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/melasworld.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/melasworld.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/melasworld.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/melasworld.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/melasworld.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/melasworld.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/melasworld.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/melasworld.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/melasworld.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/melasworld.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/melasworld.wordpress.com/27/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=27&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ich habe mich schon immer vor ihnen gefürchtet&#8230;</title>
		<link>http://melasworld.wordpress.com/2010/01/31/ich-habe-mich-schon-immer-vor-ihnen-gefurchtet-teil-3/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 10:15:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>melasworld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Short Stories]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch diese Geschichte ist bereits über 10 Jahre alt, damals hatte ich ein Faible für romantische Gruselgeschichten. *** ICH HABE MICH SCHON IMMER VOR IHNEN GEFÜRCHTET Ich habe mich schon immer vor ihnen gefürchtet. So wie man etwas fürchtet, das man eigentlich kennen müßte, und von dem man weiß, daß mehr dahinter steckt, aber die <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=21&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Auch diese Geschichte ist bereits über 10 Jahre alt, damals hatte ich ein Faible für romantische Gruselgeschichten.</em></p>
<p><em>***<br />
</em></p>
<p><strong>ICH HABE MICH SCHON IMMER VOR IHNEN GEFÜRCHTET</strong></p>
<p>Ich habe mich schon immer vor ihnen gefürchtet. So wie man etwas fürchtet, das man eigentlich kennen müßte, und von dem man weiß, daß mehr dahinter steckt, aber die Erkenntnis sich so nahe am Rande des Bewußtseins befindet, daß sie immer verschwindet, bevor man sie zu fassen bekommt. Seit letzter Nacht weiß ich, daß ich Recht habe. Aber ich habe keine Angst mehr.</p>
<p><span id="more-21"></span></p>
<p>Hinter dem Haus meiner Eltern, dem Haus, in dem ich aufgewachsen bin, gibt es einen Wald. Aber keinen hellen, freundlichen mit sorgfältig geharkten Wanderwegen und Informationstafeln, mit fröhlichen Wanderern und spielenden Kindern, Eichhörnchen die in den Wipfeln herumturnen und Igeln in den Büschen, mit duftenden Blumen und Brombeerbüschen, die in der warmen Sonne munter wachsen.<br />
Es ist ein düsterer Wald mit uralten Bäumen, deren Kronen so dicht zusammengewachsen sind, daß die Sonne sie nicht zu durchdringen vermag, auf dem Boden liegt das ganze Jahr über moderndes Laub, und dazwischen wachsen seltsame Pilze, die nicht einmal ein Verhungernder anrühren würde. Es ist ein Wald, in dem wir als Kinder nicht spielen durften, es war uns strengstens verboten, uns weiter als in Rufweite hinein zu begeben. Und selbst das nur unter Vorbehalt. Sie erzählten uns Geschichten von verschwundenen Kindern und Wanderern, von wilden Tieren, die in dem Wald lebten, von Sümpfen, aus denen man nie wieder herausfand und Sirenen, die einen in Treibsand lockten.</p>
<p>Und wirklich, des Nachts, wenn ich in meinem Bett lag und nicht schlafen konnte, hörte ich manchmal seltsame Geräusche, ein Jaulen und Kreischen, das einem das Blut in den Adern gefrieren ließ.</p>
<p>Doch all diese Geschichten verblassten am Tage, wenn ich mit meinen Freunden in den Ausläufern des Waldes spielte, dort, wo das Baumwerk noch nicht so dicht war, so daß die Sonnenstrahlen auf dem Waldboden verschlungene Muster hinterließen. Die Vögel sangen, und bunte Blumen wuchsen zwischen den alten, knorrigen Stämmen. Wir spielten verstecken und fangen, kickten einen verbeulten Ball hin und her, und nach und nach, ohne daß es mir bewußt wurde, war ich tiefer in den Wald vorgedrungen. Aber ich war noch so eifrig und so erhitzt vom Spiel, daß ich erst bemerkte, wie dunkel und kühl es geworden war und wie still, als ich aus vollem Lauf über eine Baumwurzel stolperte und hinfiel.<br />
Es war dämmrig und still wie in einem Grab. Noch verspürte ich keine Angst, ich mußte ja nur zu meinen Freunden zurückkehren. Was sollte mir schon passieren?<br />
Ich stand auf und rieb mir das schmerzende Knie. Dann ging ich los, in die Richtung, aus der ich gekommen war.<br />
Laut rief ich nach meinen Freunden, doch ich bekam keine Antwort, und die Richtung, in die ich lief, schien nicht die richtige zu sein.<br />
Die Bäume standen immer dichter beieinander, auf den Stämmen wuchs schimmliges Moos, und als ich den Kopf in den Nacken legte, konnte ich den Himmel nicht mehr sehen.<br />
Immer tiefer und tiefer gelangte ich in den Wald, vor Anstrengung und jetzt auch vor Angst klopfte mir das Herz bis zum Hals.<br />
Meine Mutter hatte mir immer gesagt, dass man stehen bleiben soll, wenn man sich verlaufen hat, aber ich konnte nicht. Ich war fest davon überzeugt, dass ich nur noch ein paar Meter zu laufen hatte, um meine Freunde wieder zu sehen. Also rannte ich und rannte, bis ich vor Erschöpfung zusammenbrach.</p>
<p>Nur mein keuchender Atem durchbrach die Stille um mich herum. Nicht einmal der Wind verirrte sich in diesen Teil des Waldes, um in den Büschen zu rascheln. Kein einziger Vogel sang sein Lied, und kein Tier huschte durch das Unterholz. Kein Käfer krabbelte über die modrigen Blätter, und kein Insekt schwirrte um mich herum, angelockt vom Schweiß und vom warmen Duft meines Blutes. Ich lag auf dem moosigen Boden und bemerkte erst jetzt, daß mein Knie blutete. Doch der Schmerz drang nicht in mein Bewußtsein, das sich gerade wieder an all die Geschichten erinnerte, die man uns Kindern erzählt hatte. Jeden Moment erwartete ich, dass ein großes Tier mit geifernden Lefzen auf mich zu springen würde, um mich bei lebendigem Leibe zu zerreißen oder sich der Boden unter mir auftun würde, um mich zu verschlingen.<br />
Alles in mir schrie danach, weiter zu rennen, aber mein Körper war starr, ich konnte mich nicht rühren.<br />
Daher lag ich einfach nur da und versuchte, meinen Herzschlag wieder unter Kontrolle zu bekommen.<br />
So verbrachte ich eine ganze Weile.</p>
<p>Da nichts geschah und ich immer noch am Leben zu sein schien, zwang ich mich dazu aufzustehen und meinen Weg fortzusetzen.<br />
Mein Knie war mittlerweile ziemlich steif, und ich humpelte durch den Wald. Irgendwann mußte ich doch den Waldrand erreichen oder auf einen Weg stoßen, auf eine Siedlung oder zumindest ein bewohntes Haus.</p>
<p>Nach einer endlos anmutenden Wanderung kam ich auf eine Lichtung.<br />
Riesige Bäume mit dicken Stämmen, die ich mit meinen Armen nicht hätte umspannen können, selbst wenn sie doppelt so lang gewesen wären, umrahmten einen kleinen See mit schwarz glänzendem Wasser. Dieser Teil des Waldes mußte uralt sein, selbst hier schaffte es das Licht nicht, bis auf den Boden vorzudringen, und es herrschte ein ewiger, in völlige Stille getauchter, Dämmerzustand, der um so unheimlicher wirkte, da große, schillernde Insekten überall umherflogen.</p>
<p>Libellen.</p>
<p>Ich war kein Kind der Stadt. Geboren und aufgewachsen in einem Haus am Rande eines winzigen Dorfes in einer Gegend mit vielen kleinen Seen und Tümpeln, waren mir Libellen nicht fremd. Aber so große Exemplare hatte ich noch niemals zuvor gesehen.<br />
Die riesigen Tiere mit einer Flügelspannweite von fast einem Meter schwebten in ihrem lautlosen Zickzackkurs über die Lichtung und ließen mich vor Entsetzen erstarren. Ich verlor wertvolle Sekunden, in denen ich zu keiner Reaktion fähig war, bevor ich panisch zurück stolperte und versuchte, mich in den Schutz der Bäume zurückzuziehen, doch als ob sie mich bemerkt und als Eindringling identifiziert hätten, flogen drei oder vier der blau und grün glänzenden Insekten auf mich zu und blieben direkt vor mir in der Luft stehen.<br />
Ihre riesigen Facettenaugen starrten mich an, hypnotisierten mich, lockten mich, ein Flüstern lag plötzlich in der Luft, die Zeit schien still zu stehen. Ich verlor mich völlig in diesen Augen, hatte das Gefühl, von einem Sog mitgerissen zu werden, und verlor meine Angst.</p>
<p>Und dann geschah es, direkt vor meinen Augen. Die Libellen transformierten zu wunderschönen, jungen Frauen in schimmernden Gewändern, mit langen Haaren und ausdrucksvollen Augen.<br />
Ich war erst acht, und doch konnte ich die sexuelle Aura, die von diesen Wesen ausging, ganz deutlich spüren, sie zogen mich in ihren Bann, und ich ließ mich mitreißen in ihrem luftigen Tanz um den See.<br />
Scheinbar stundenlang ging dieser Reigen, sie spielten mit mir, umschwirrten mich, ihr glockenhelles Lachen klang in meinen Ohren, aber sie sprachen kein Wort.<br />
Ich drehte mich mit ihnen im Kreis, fast schwerelos hüpften und sprangen wir, sie hielten mich an den Händen, und mehr als einmal verlor ich den Boden unter den Füßen.<br />
Noch niemals in meinem Leben hatte ich mich so leicht und unbeschwert gefühlt, ich hätte ewig so weiter tanzen können.</p>
<p>Doch von einem Moment auf den anderen wurde es dunkel, die Mädchen verschwanden, nur eine silbrige Stimme hauchte mir ins Ohr.</p>
<p><em>&#8222;Wir warten auf dich, du wirst uns wieder sehen.&#8220;</em></p>
<p>Als ich wieder zu mir kam, war ich allein. Samtene Dunkelheit umgab mich, nur ein einziger Strahl fahlen Mondlichtes fiel auf den See, der verlassen vor mir lag, aber ich fürchtete mich nicht. Mir war, als wäre ich aus einem langen und intensiven Traum erwacht, ich fühlte mich erfrischt und lebendig.<br />
Behende sprang ich auf die Füße, die Verletzung an meinem Knie bereitete mir keine Probleme mehr, und ohne zu wissen warum, kannte ich den Weg aus dem Wald heraus.<br />
Irgendwann wurde ich von den Männern des Dorfes gefunden, die mich erleichtert in ihre Arme schlossen.</p>
<div>
<div>
<p>Mit der Zeit vergaß ich dieses Erlebnis. Ob es nun daran lag, daß der menschliche Geist dazu neigt, unerklärbare Erlebnisse zu verdrängen oder ob ich von etwas anderem beeinflußt wurde, das weiß ich nicht. Aber bis zur letzten Nacht war es mir völlig entfallen, daß ich schon einmal im Zentrum des Waldes gewesen war.</p>
<p>Ich war erwachsen geworden und wohnte nicht mehr im Hause meiner Eltern. Eine Zeitlang reiste ich durch Europa und bekam dann einen Studienplatz an der Sorbonne in Paris. Meine Studien in Mathematik und Naturwissenschaften nahmen mich so sehr in Anspruch, daß einige Jahre vergingen, bis ich wieder auf Besuch in mein Heimatdorf kam.<br />
Als ich eintraf, herrschte große Aufregung. Ein Kind war verschwunden, scheinbar hatte es sich beim Spielen zu weit in den Wald vorgewagt und sich verirrt.<br />
Obwohl ich müde und hungrig von der langen Fahrt war, schloß ich mich sofort einer Suchmannschaft an. Immerhin war das hier trotz all meiner Reisen meine Heimat, und das Kind, auch wenn ich es nicht kannte, Teil der dörflichen Gemeinschaft.<br />
Mit starken Taschenlampen ausgerüstet gingen wir in den Wald, und unser lautes Rufen diente nicht nur dazu, das verschwundene Kind auf uns aufmerksam zu machen, es half auch, unsere eigene Angst zu überspielen. Obwohl wir erwachsen waren, kannten wir doch alle die Geschichten unserer Kindheit, und fast jeder von uns hatte schon erlebt, daß ein Freund oder Verwandter nicht mehr aus dem Wald zurückkehrte.</p>
<p>Je tiefer wir vordrangen, desto unbehaglicher wurde uns. Die Dunkelheit und die völlige Stille sorgten dafür, daß auch dem tapfersten Mann das Herz in die Hose rutschte.<br />
Und plötzlich hörte ich es. Ein Wispern in meinem Kopf, ein lockendes Rufen. Doch außer mir schien es niemand zu vernehmen.<br />
Immer intensiver wurde der Ruf, und instinktiv lenkte ich meinen Schritt in die Richtung, aus der er zu kommen schien. Meine Begleiter ließ ich weit hinter mir, sie konnten nicht mit mir Schritt halten, denn immer wieder wurden sie durch tief hängende Äste und mächtige Wurzeln behindert, die ich mit Leichtigkeit umging.</p>
<p>Und dann erblickte ich das Kind. Friedlich schlafend lag es in einem Bett aus halb verfaultem Laub. Vorsichtig hob ich es auf meine Arme und machte mich auf den Rückweg. So zielsicher, als würde ich einem unsichtbaren Wegweiser folgen, fand ich aus dem Wald heraus. Plötzlich waren all meine verdrängten Erinnerungen wieder da, ich wußte, dass es die Libellen waren, die nach mir riefen, der Zeitpunkt war gekommen, zu dem kleinen See zurückzukehren. Ich war jetzt kein Junge mehr.<br />
Nächste Nacht werde ich wieder in den Wald gehen, denn die Libellen rufen immer lauter nach mir, und dieses Mal werden sie mich wohl nicht wieder gehen lassen.</p>
</div>
</div>
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		<title>Marc</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 09:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>melasworld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Short Stories]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Geschichte habe ich in der 10. Klasse als Hausarbeit für den Deutschunterricht verfasst. Sie gefällt mir aber immer noch recht gut. *** MARC Marc war ein ganz normaler 12-jähriger Junge. Er war etwas zu schlaksig, hatte verstrubbelte Haare, Sommersprossen und Flicken auf den Jeans. Doch es gab etwas, was ihn von seinen Altersgenossen unterschied. <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=13&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Geschichte habe ich in der 10. Klasse als Hausarbeit für den Deutschunterricht verfasst.<br />
Sie gefällt mir aber immer noch recht gut.</em></p>
<p><em>***<br />
</em></p>
<p>MARC</p>
<p>Marc war ein ganz normaler 12-jähriger Junge. Er war etwas zu schlaksig, hatte verstrubbelte Haare, Sommersprossen und Flicken auf den Jeans.<br />
Doch es gab etwas, was ihn von seinen Altersgenossen unterschied.<br />
Während die anderen Kinder Fußball oder fangen spielten, kletterten und herumhüpften, stand er nur am Rand und schaute zu.<br />
Marc war gehbehindert.</p>
<p><span id="more-13"></span></p>
<p>Sein eines Bein war 10 Zentimeter kürzer als das andere, Skoliose nannten das die Ärzte.<br />
Ihm war egal wie man es nannte, er wusste nur, dass er durch den Schuh mit der dicken Sohle schlechter laufen und springen konnte als alle anderen.<br />
Aber den Schuh musste er tragen, da er den Längenunterschied ausglich.<br />
Anfangs hatten sie ihn noch mitspielen lassen, doch im Tor war er zu ungelenk und auf dem Platz zu langsam. Er stolperte mehr als er rannte und fiel häufig hin.<br />
Seine Kletterfähigkeiten waren eingeschränkt, und nachdem man ihn einmal von oben retten musste, weil er ohne Hilfe den Abstieg nicht mehr schaffte, gab er es ganz auf.<br />
Irgendwann wurde er nicht mehr zum Mitspielen aufgefordert, die Mannschaften wurden ohne ihn zusammengestellt.<br />
Also verbrachte er seine Nachmittage damit, den anderen beim Spaß haben zuzuschauen.<br />
Die meisten ließen ihn in Ruhe, ignorierten ihn mehr oder weniger, kamen nur manchmal, wenn sie Hilfe bei den Hausarbeiten brauchten in der Annahme, er müsse schlau sein, wenn er nicht richtig laufen konnte.<br />
Doch es gab auch die anderen, die ihn mit ‚Klumpfuß’ verspotteten, seine Mappe auf den Boden warfen und um ihn herum hopsten.<br />
Er hob dann ungeschickt seine Sachen wieder auf, ging einfach weiter und versuchte, die Schimpfworte zu überhören.<br />
Mit den Jahren hatte er sich fast an sie gewöhnt.<br />
Eines Tages stand er wieder als Zuschauer eines Fußballspieles am Rand.<br />
Etwa zehn Jungen und Mädchen balgten in einer engen Gasse um den Ball, den sie in ein aus Mülltonnen improvisiertes Tor schossen.<br />
Marc hatte sich in einen Hauseingang zurückgezogen, um nicht im Weg zu sein.<br />
Das Spiel wurde immer wilder, das Geschrei lauter, es ähnelte mehr einer Balgerei.<br />
Plötzlich gab es ein lautes Klirren. Zielsicher war der Ball durch ein Fenster im Erdgeschoss geflogen.<br />
Der Schütze bewunderte sein Werk nicht lange, bald würden die ersten Erwachsenen schimpfend aus den Häusern kommen, daher beeilte er sich, wie die anderen Kinder vom Schauplatz des Verbrechens zu fliehen.<br />
Als er an Marc vorbeirannte fand er aber trotzdem noch die Zeit, ihm ein warnendes „Wehe, du verpetzt uns“ zuzuzischen.<br />
Auch Marc wollte weg, doch er kam nicht weit. Humpelnd hatte er gerade ein paar Meter überbrückt, als ihn schon eine Hand am Kragen packte.<br />
„Wer hat geschossen? Wer war das? Was hast du gesehen?“<br />
Er wurde von allen Seiten mit Fragen überschüttet, aber er gab keine befriedigende Antwort.<br />
Warum er das tat wusste er sich selber nicht zu erklären, aber zu petzen erschien ihm nicht richtig. Und obwohl man ihm nicht glaubte, beharrte er darauf, nicht gesehen zu haben, wer den Ball getreten hatte.<br />
Nach einer Weile ließ man ihn ziehen, und er ging langsam nach Hause.<br />
Am nächsten Tag in der Schule stand er während der Pause wie immer am Rand und schaute zu.<br />
Nur eines der Kinder kam kurz zu ihm, klopfte ihm auf die Schulter und sagte „Danke, Kumpel.“, bevor es wieder zu seinen Freunden zurück rannte.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/melasworld.wordpress.com/13/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/melasworld.wordpress.com/13/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/melasworld.wordpress.com/13/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/melasworld.wordpress.com/13/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/melasworld.wordpress.com/13/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/melasworld.wordpress.com/13/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/melasworld.wordpress.com/13/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/melasworld.wordpress.com/13/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/melasworld.wordpress.com/13/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/melasworld.wordpress.com/13/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/melasworld.wordpress.com/13/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/melasworld.wordpress.com/13/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/melasworld.wordpress.com/13/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/melasworld.wordpress.com/13/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=13&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Gebt mir Stichworte&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 21:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>melasworld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Background]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Thema für eine Geschichte zu finden ist immer das Schwierigste überhaupt. Vor Jahren war ich Mitglied einer Gruppe von Hobbyautoren, die sich gegenseitig geholfen und kritisiert haben. Dort gab es so eine Art Wettbewerb. Verschiedene Schlagworte wurden vorgegeben, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, und aus denen sollte eine Geschichte <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=8&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Thema für eine Geschichte zu finden ist immer das Schwierigste überhaupt.</p>
<p>Vor Jahren war ich Mitglied einer Gruppe von Hobbyautoren, die sich gegenseitig geholfen und kritisiert haben. Dort gab es so eine Art Wettbewerb.</p>
<p>Verschiedene Schlagworte wurden vorgegeben, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, und aus denen sollte eine Geschichte gebastelt werden. Das Genre spielte dabei keine Rolle.<br />
Das funktionierte erstaunlich gut.</p>
<p>Daher meine Bitte an euch&#8230;, gebt mir Input.</p>
<p>Von den ersten 10 vorgeschlagenen Wörtern werde ich mindestens 5 verwenden, vielleicht sogar mehr.</p>
<p>Vorschläge mit Obzönitäten oder zu viel Gewalt werde ich löschen, ansonsten ist alles erlaubt sofern es ein realexistierendes Wort ist und kein Dialekt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/melasworld.wordpress.com/8/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/melasworld.wordpress.com/8/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/melasworld.wordpress.com/8/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/melasworld.wordpress.com/8/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/melasworld.wordpress.com/8/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/melasworld.wordpress.com/8/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/melasworld.wordpress.com/8/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/melasworld.wordpress.com/8/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/melasworld.wordpress.com/8/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/melasworld.wordpress.com/8/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/melasworld.wordpress.com/8/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/melasworld.wordpress.com/8/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/melasworld.wordpress.com/8/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/melasworld.wordpress.com/8/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=melasworld.wordpress.com&amp;blog=11750074&amp;post=8&amp;subd=melasworld&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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